Im Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogrammes vorgesehen / Erweiterung in Blender um zwei Anlagen

Ein Windpark für Riede rückt näher

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„Spargel“ bestimmen auch jetzt schon die Silhouette der Samtgemeinde (hier im Beppener Bruch). Das neue Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises sieht einen weiteren Windpark in der Gemeinde Riede vor.

Samtgemeinde - Im derzeit gültigen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Verden sind im Bereich der Samtgemeinde Thedinghausen zwei Gebiete enthalten, in denen Windmasten aufgestellt werden dürfen – nämlich in Blender und im Beppener Bruch.

Der Entwurf für das neue RROP, der im Moment vom Landkreis aufgelegt wird und vom Kreistag abgesegnet wurde, beinhaltet noch einen weiteren Standort. In Riede, nördlich des Okeler Dammes, direkt an der Kreisgrenze, ist im neuen Plan ein weiteres Vorranggebiet vorgesehen.

Legt man den bereits vorliegenden Bauantrag der Firma Windstrom zu Grunde, sollen an diesem Rieder Standort fünf Windmasten von je 175 Metern Höhe und einer jeweiligen Leistung von rund 3,3 Megawatt errichtet werden.

Der Beppener Bruch, in dem bereits 26 Windkraftanlagen stehen, bleibt unverändert. Hier ist keine Erweiterung vorgesehen. In Blender soll der bestehende Windpark um zwei Anlagen von je 150 Metern Höhe (drei Megawatt Leistung) aufgestockt werden (dann 14 Masten). In diesem Gebiet ist zudem noch das Repowering der bestehenden Anlagen möglich, was letztlich neben einer Leistungssteigerung auch eine Erhöhung auf 150 Meter bedeuten würde.

In Riede haben sich der Gemeinderat sowie eine Bürgerinitiative in den letzten Monaten und Jahren massiv gegen die Ausweisung und Realisierung eines Windparkes gewehrt (wir berichteten). Die Aussichten, dieses Vorhaben noch verhindern zu können, schwinden mit dem neuen Raumordnungsprogramm. Zwar kann und muss die Gemeinde eine Stellungnahme abgeben – aber das letzte Wort liegt klar beim Landkreis.

Im Falle einer Genehmigung des neuen Windparkes bliebe der Gemeinde Riede lediglich eine Steuerungsmöglichkeit über den Bebauungsplan, mit dessen Hilfe die exakten Standorte sowie das Aussehen und eventuell auch die Größe reguliert werden kann. Ob und in wieweit die Initiative die rechtlichen (und sehr teuren und eher ungewissen) Schritte, die sie gegen den neuen Windpark erwogen hat, auch tatsächlich umsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Neben der Gemeinde Riede muss auch die Samtgemeinde eine Stellungnahme abgeben. Die Samtgemeinde wäre zudem in der Pflicht, über die Änderung des Flächennutzungsplanes die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die öffentliche Auslegung des RROP erfolgt vom 30. November bis zum 30. Dezember. Die Unterlagen sind sowohl im Thedinghauser Rathaus als auch im Kreishaus in Verden während der Öffnungszeiten einzusehen.

Nicht als Windkraft-Standorte in Frage kommen nach der jetzigen Planung mehrere andere Bereiche in der Samtgemeinde, die zuvor „hoch gehandelt“ worden waren und für die Windanlagen-Bauer beziehungsweise -Betreiber schon versucht haben, sich über Vorverträge Flächen zu sichern. Das gilt für den Bereich Horstedt ebenso wie für ein Flurstück im Bereich Heesenweg/Kuhlenkamp, eine angedachte Erweiterung des Beppener Windparks Richtung Holtorf oder eine „Ecke“ zwischen Rieder Straße und Syker Straße in Thedinghausen.

Die Umsetzung des neuen RROP gilt als wahrscheinlich. Damit dürfte auf Jahre hinaus ein Schlusstrich unter das Kapitel „neue Windmasten“ gezogen werden.

sp

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