Engagierte Eltern betreiben Obst- und Gemüsewerkstatt an der Grundschule

Bewusste Ernährung fördern

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Schon das Schnippeln in der Obst- und Gemüsewerkstatt macht Spaß – und das gesunde Essen danach erst recht.

Thedinghausen - Die Erwachsenen sind mitunter schlechte Vorbilder, denn: Kinder essen zu wenig Obst und Gemüse.

Engagierte Eltern an der Thedinghauser Nils-Holgersson-Grundschule versuchen, die Kleinen in richtige Bahnen zu lenken. Ziel dieses Programms ist die Veränderung der Verzehrgewohnheiten bei Kindern in möglichst frühem Alter hin zu einer bewussten und gesunden Ernährung mit einem möglichst hohen Obst- und Gemüseanteil. Dreimal wöchentlich bieten Jutta Wyludda und ihre Mitstreiterinnen die „Obst- und Gemüse-Werkstatt“ an. Einmal ist die Aktion dabei in das Schulfrühstück integriert, ein zweites Mal gibt es „nur“ einen weniger aufwändigen Apfeltag. Dieses Schulprogramm wird von der EU und dem Land Niedersachsen gefördert und bezuschusst.

Äpfel und Birnen stapeln sich auf den Tischen, dazu gesellen sich Karotten, Kohlrabi und Paprika. Viele ungewöhnliche Sorten bereichern das Spektrum – zum Beispiel die gelbe Beete oder das Teltower Rübchen. „Die Schüler lernen die Vielfalt der Produkte kennen und probieren fast alles“, erzählt Britta Wyludda, die darauf achtet, dass mundgerechte Stücke geschnitten werden. „Viele Kinder kauen gar nicht mehr richtig, weil ein Großteil ihrer Nahrung eher breiig ist“, weiß die Mutter.

Es gehört schon Geschick dazu, das Obst und Gemüse fachgerecht zu zerteilen. Es wird natürlich mit scharfen Messern und Geräten gearbeitet. Darum kommt auf jeweils zwei „Schnippler“ auch eine erwachsene Aufsicht. Außer den Eltern sind hier auch Omas & Opas aktiv. „Alle Schüler reißen sich um den Job“, meint Britta Wyludda. Aus jeder Klasse ist wechselweise ein Abc-Schütze dabei.

Das Obst und das Gemüse wird –hübsch drapiert, ungekocht und ungewürzt – als Rohkost auf großen Platten in den Klassen angeboten und kostenlos verteilt. „Die Nachfrage ist groß. Wir müssen kaum etwas wegschmeißen“, so Britta Wyludda. „Außerdem wird in der Gruppe mehr Obst und Gemüse verspeist, als wenn die Schüler alleine essen würden.“

Regionale Produkte werden bevorzugt. Hauslieferant der Nils-Holgersson-Schule ist der Bio-Hof Schumacher aus Emtinghausen. Ein Sonderlob hat Rektorin Sandra Rohde für das ehrenamtliche Wirken der Eltern parat. „Das ist eine große Hilfe. Nur so kann Schule letztlich gut funktionieren.“

sp

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