Digitales Ratsinformationssystem eingeführt

Endlich Schluss mit der Zettelwirtschaft

Viel Erleichterung bringt das neue Ratsinformationssystem, das hier von Ilse Schumacher, Frank Bielefeld und Harald Hesse begutachtet wird.

Thedinghausen - Das hat geklappt: Vor zwei Jahren fiel in den politischen Gremien der Samtgemeinde, seinerzeit auf Initiative der CDU, die Entscheidung, ein elektronisches/digitales Ratsinformationssystem zur neuen Legislaturperiode einzurichten.

Nun ist dieser Schritt ins digitale Zeitalter vollzogen worden. Statt mit Papier können sich die Ratsmitglieder und auch die Bürger jetzt per Klick informieren. „Das ist schneller, strukturierter, transparenter, übersichtlicher, ermöglicht eine wesentlich bessere Recherche, es kann nichts mehr durchrutschen und auch die lästige Zettelwirtschaft wird überflüssig. Alles in allem ein wesentlich besserer Informationsfluss als bisher“, erklärt Ilse Schumacher aus der Verwaltung im Thedinghauser Rathaus. 

Sie ist für die inhaltliche Organisation des neuen Informationssystems zuständig. Die technische Umsetzung liegt in den Händen des EDV-Spezialisten (und Wirtschaftsförderers) Frank Bielefeld. Der fügt an: „Natürlich bringt das neue System auch Zeitersparnis für die Verwaltung, weniger Kosten durch Verpackung und Porto und schont auch ein wenig die Umwelt.“

Vom papierlosen Sitzungsdienst profitieren zu allererst die lokalen Volksvertreter – wenngleich bei Bedarf die Unterlagen auch noch wie bisher von der Post geliefert werden. Zum Hintergrund: Noch sind nicht alle Ratsmitglieder soweit im digitalen Zeitalter angekommen, dass sie zu Hause per PC, Laptop oder Tablet auf die neue Informationsquelle zugreifen können.

Wer von den Ratsmitgliedern für seine Vorbereitungen sein privates Gerät benutzt, erhält übrigens eine Aufwandsentschädigung. Neben der Kenntnisnahme der Unterlagen für die nächste Sitzung sind es vor allem die Links, die für den Nutzer sehr hilfreich sein können. So ist schnell zu erkennen, in welcher Ausschusssitzung das Thema behandelt wurde und welche Fakten schon auf dem Tisch liegen.

Von all diesen Vorteilen profitieren auch die Bürger. Auch sie können alle öffentlichen Sitzungsunterlagen und Mitteilungen jetzt problemloser per Klick einsehen und erhalten gegebenenfalls sofort die nötigen Kontaktadressen und können dann direkt – auch per Mail – ihr Anliegen vorbringen.

Nur über ein spezielles Passwort ist der „geheime“ Teil einzusehen – ausschließlich von den Ratsmitgliedern. Schließlich gehören auch nichtöffentliche Entscheidungen zur Ratsarbeit (beispielsweise Personalangelegenheiten). Die Einsicht in diese Dokumente ist nur den Mitgliedern des jeweiligen Gremiums möglich – Rieder Ratsmitglieder können also nicht in nichtöffentlichen Blender Unterlagen „schnüffeln“.

Eine Kommunikationsmöglichkeit zwischen den Nutzern, quasi ein Whatsapp für Abgeordnete, bietet das neue System nicht. „Das kann noch werden“, meint Frank Bielefeld.

Mehrere Ratsmitglieder sind in den letzten Tagen bereits im Umgang mit dem neuen System geschult worden. Weitere sollen folgen. Samtgemeindebürgermeister und Verwaltungschef Harald Hesse ist von dem neuen Ratsinformationssystem überzeugt. „Auch die öffentliche Hand muss technisch auf dem neuesten Stand sein. Ich hoffe, dass über kurz oder lang alle Ratsmitglieder digital auf die Unterlagen zurückgreifen und auch die Bürger verstärkt diese bequeme Möglichkeit nutzen.“

sp

www.thedinghausen.de. – Politik– Ratsinformationssystemsp

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