„Emtinghausen-Riede-Tour“ offiziell eingeweiht / Schönes samt Binnenmarketing

35-Kilometer-Radstrecke „an Italien und Holland vorbei“

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Das Bürgerzentrum „Altes Feuerwehrhaus“ ist ein Startpunkt an der neuen Strecke. Auch die Infotafel zog gleich viele Blicke auf sich.

Riede - Mit einem scharfen Scherenschnitt durchs Absperrband wurde die 35 Kilometer lange Radstrecke „Emtinghausen-Riede-Tour“ offiziell eingeweiht und für Radtouristen aus nah und fern freigegeben.

Treffpunkt war der im herrlichen Grün gelegene Sommergarten des Rieder Gasthauses Scholvin-Ortmann. Der feierlichen Handlung wohnten auch die Bürgermeister Jürgen Winkelmann, Riede, und Gerold Bremer, Emtinghausen, sowie Altbürgermeister Hanfried Lübkemann aus Emtinghausen bei.

Aus der Verwaltung war Roland Link als allgemeiner Vertreter des verhinderten Samtgemeinde(SG)-Bürgermeisters Harald Hesse zugegen.

Imke Meyer von der SG-Tourist-Information fehlte ebenso wenig. Winkelmann dankte ihr in seiner Begrüßung ganz besonders für ihren Einsatz. „Dieses Gemeinschaftsprojekt erweitert die interessanten Fahrradrouten in allen Richtungen mit zahlreichen Besichtigungshöhepunkten“, fasste er zusammen.

In den Fußstapfen eines

Riesen am Holschenböhl

Roland Link wies auf die zentrale Lage Emtinghausens und Riedes in Niedersachsen hin und erläuterte Sehenswürdigkeiten an der Strecke: „Radtouristen kommen auch an Italien und Holland vorbei“.

Damit spielte er auf die aus dem Jahre 1230 stammende Rieder St.-Andreas Kirche mit italienischen Fresken aus der Zeit des 14. Jahrhunderts sowie auf die 1873 errichtete und 2010 aufwendig sanierte Galerie-Holländer-Windmühle in Emtinghausen an.

Bei einem Abstecher zum Ausflugslokal Holschenböhl kann man in die Fußstapfen eines Riesen treten. Der Sage nach hatte dieser seine mit Sand gefüllten Holzschuhe (Holschen) ausgeschüttet. Dadurch entstand die Sandterrasse im Urstromtal der Weser.

Neben dem radsportlichen Effekt lernen auswärtige Touristen auch Land und Leute kennen. Dabei werden sie, wenn sie den Weserradweg, die Weyher Tour oder die Meliorationstour nutzen, oftmals Abstecher nach Emtinghausen und Riede unternehmen. Diese Radwege ermöglichen auch so genanntes Binnenmarketing: An der Strecke gelegene Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe, sowie Obstplantagen und Hofläden profitieren.

„Hier kann mit überschaubarem finanziellen Aufwand Schönes entstehen – mit Folgeeffekten“, so Roland Link optimistisch. Er dankte allen, die zum Gelingen der Emtinghausen-Riede-Tour beigetragen hatten, insbesondere der Tourist-Information sowie den genannten Bürgermeistern Bremer, Winkelmann und Lübkemann, die das Projekt mit viel Engagement unterstützt hätten.

Gemeinsam radelten alle nach der Eröffnungszeremonie zum Bürgerzentrum „Altes Feuerwehrhaus“ in Riede, begutachteten die neue Hinweistafel und strebten dann in allen Himmelsrichtungen ihren Zielen – Kirche und Mühle waren zur Besichtigung geöffnet – an der neuen Strecke entgegen.

Für manchen Radler geriet die Rundtour bei etwa 26 Grad zur schweißtreibenden Angelegenheit, aber die Hauptsache war doch für fast alle, bei dieser Premiere dabei gewesen zu sein.

jb

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