Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“

Jury nimmt Emtinghausen unter die Lupe: „Hier lässt es sich gut leben“

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Gut gelaunt zeigte sich die Bewertungskommission vor der Emtinghauser Mühle (2. v. re. Martin Schmitt, Mitte Gerold Bremer). 

Emtinghausen - Mit einer Bustour durch den gesamten Ort, gespickt mit jeder Menge Informationen – sowie einem Filmvortrag samt Erläuterungen versuchten gestern Bürgermeister Gerold Bremer und Conférencier Martin Schmitt von den Vorzügen der Ortschaft Emtinghausen zu überzeugen. Zu Gast war die Bewertungskommission im Vorentscheid des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Für ein bisschen Kurzweil während der Busfahrt sorgte Tim Baur mit einer Klangprobe auf einer selbstgefertigten Handpan. Davor und danach bekam die Kommission allerhand zu hören und zu sehen.

Örtliche Betriebe wurden im Vorbeifahren ebenso vorgestellt wie Bauernhöfe, Spielplatz, Friedhof, Kindergarten, Gaststätten, Feuerwehr und Gemeindehaus, Sportplatz, Jugendzentrum, Feuchtbiotope, das gerade entstehende Basketballfeld, und vieles mehr in dem 1529-Seelen-Dorf. Moderator Schmitt versuchte wortgewandt, jedem „Schmuckstück“ seine Vorteile zuzuordnen, wobei er auch einige wenige nicht so schöne Aspekte kurz anriss (leerstehende Disko, geschlossene Gaststätten „Götzen“ und „Heerenkamper Krug“, fehlender Supermarkt). Zur Sprache kamen auch die gelungene Flurbereinigung und die anstehende Breitband-Ausweitung. Viele Einwohner hatten sich am Wegesrand postiert, um dem hohen Besuch Geleit zu geben.

Sichtlich stolz war Martin Schmitt auf das gesellschaftliche Leben im Ort quer durch alle Generationen, das er beim Abschlussmeeting in der Mühle im Beisein zahlreicher Bürger und Vereinsvertreter erläuterte. Angesprochen wurde die sehr gute Kooperation der beiden Feuerwehren (gemeinsames „Spritzenhaus“ von Emtinghausen und Bahlum), die Aktivitäten der örtlichen Vereine, die sehr engagierte Jugend, die weithin bekannten Plattsnacker und viele gemeinsame Aktionen der Bürger zur Pflege des Ortes.

Schmidt: „Selbst ich als Westfale bin hier sehr gut aufgenommen worden. Hier lässt es sich gut leben. Alle erwähnten Aspekte sorgen dafür, dass unser Dorf Zukunft hat. Und wir sind mit unseren Bemühungen noch lange nicht am Ende. Wir wollen hier alte Strukturen erhalten und uns gleichzeitig dem gesellschaftlichen Wandel nicht entgegenstellen.“

Der Jury, unter anderem bestehend aus Landesvertretern des Landvolks, der Akademie für den ländlichen Raum, des Städte- und Gemeindebundes und der Landwirtschaftskammer, ließ sich nach der Bereisung, die sie an diesem Tag auch noch in drei andere Orte führte, noch keine vorsichtige Einschätzung entlocken. Die Bekanntgabe der vier Dörfer (von neun), die letztlich am Landesentscheid teilnehmen, erfolgt am 29. Juni im Rotenburger Kreishaus. - sp

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