Emiko Okuyama (Sopran) und Stephan Seebass (Klavier) lassen Erbhofsaal erstrahlen

„Forelle“ bezaubert sofort

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Blindes Verständnis beim gemeinsamen Musizieren quer durch verschiedene Musikrichtungen: Emiko Okuyama und Stephan Seebass bei ihrem Auftritt im gut gefüllten Renaissance-Saal des Erbhofs.

Thedinghausen - Einerseits gut gelaunt und unterhaltsam, dann wieder hoch konzentriert und mitreißend: so präsentierte Emiko Okuyama (Sopran) mit Stephan Seebass (Klavier) einen bunten Querschnitt durch Lied, Oratorium, Oper und Operette. Dem Erbhof-Förderverein war es gelungen, wieder zwei außergewöhnliche Künstler für ein Konzert zu verpflichten.

Seit vielen Jahren konzertieren Okuyama und Seebass, und man merkt ihnen das blinde Verständnis füreinander an.

Gleich mit dem Auftaktlied „Die Forelle“ von Franz Schubert verzauberte Okuyama das zahlreiche Publikum. Auch „Der Tod, das ist die kühle Nacht“ von Johannes Brahms wurde mit großer Intensität und vielen Emotionen vorgetragen.

Ob „Die Lotusblume“ von Robert Schumann oder „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart – Okuyama gelingt es immer wieder, mit ihrer tollen und wandlungsfähigen Stimme die Zuhörer zu überraschen. Das „Höre, Israel“ aus Elis von Felix Mendelssohn-Bartholdy wirkt wie inszeniert und wird mit feiner Gestik unterstützt.

Nach der Pause bilden Auszüge aus Oper und Operette den Schwerpunkt des Programms, das von Stephan Seebass sehr gut zusammengestellt wurde.

Gerade die Sprachvielfalt wird von Okuyama fast akzentfrei dargeboten: ob französisch, italienisch, deutsch, ob Arien von Mozart, Georges Bizet, Giacomo Puccini oder Franz Lehár: jedem Lied drückt sie mit ihrer wandlungsfähigen Stimme einen eigenen Stempel auf. Sie reizt die Möglichkeiten voll aus und singt mit einer spielerischen Leichtigkeit, sodass man ihr eine Anstrengung nicht anmerkt. Zum Abschluss möchte sie „die Männer und ihre Launen bestrafen“ und präsentiert „Nun eilt herbei“ aus den „Lustigen Weibern von Windsor“ Otto Nicolais – mit schelmischen Blicken und Schalk im Gesicht.

Als kongenialer Partner erweist sich Stephan Seebass am Klavier, der Emiko Okuyama immer wieder zu neuen Höchstleistungen antreibt. Außerdem wirkt sich die besondere Ausstrahlung des Renaissance-Saals im Erbhof auf das Musikerlebnis aus.

Dies ist weit mehr als nur ein „einfacher Liederabend“, und so entlässt das begeisterte Publikum die beiden Künstler erst nach zwei Zugaben.

ey

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