Mögliche Erweiterung?

Ellerdamm: Anwohner befürchten zu viel Verkehr

Über den Ellerdamm (Bild oben) soll das neue Baugebiet, das auf einer derzeitigen Ackerfläche (Bild unten, links) entstehen wird, erschlossen werden. Anwohner fürchten, dass an die Straße auch ein mögliches weiteres Baugebiet angehängt wird. - Fotos: sp
+
Über den Ellerdamm (Bild oben) soll das neue Baugebiet, das auf einer derzeitigen Ackerfläche (Bild unten, links) entstehen wird, erschlossen werden. Anwohner fürchten, dass an die Straße auch ein mögliches weiteres Baugebiet angehängt wird. 

Riede - Die Gemeinde Riede will potenziellen Häuslebauern Möglichkeiten zur Realisierung ihres Vorhabens bieten, will wachsen und attraktiv für Neubürger sein. „Sich entwickeln“, wie es Bürgermeister Jürgen Winkelmann (SPD) nennt.

Dass das gar nicht so einfach ist, wurde am Dienstagabend während der Ratssitzung im Gasthaus Schierloh in Felde im Beisein zahlreicher Anwohner deutlich. Nachdem nämlich vor einigen Wochen bereits der grundsätzliche Aufstellungsbeschluss für den B-Plan zum neuen Baugebiet Ellerdamm gefasst worden war, ging es diesmal um die Form der Erschließung des Gebietes, auf dem rund 18 Grundstücke für Ein- und Zweifamilenhäuser Platz finden sollen.

Mit SPD/Grünen-Mehrheit (7:4 gegen die CDU) entschied sich der Rat schließlich für eine Erschließung über die Wegstätte mit sich anschließendem Ellerdamm, eine schmale, derzeit nicht in bestem Zustand befindliche Wohnstraße (die natürlich ausgebaut werden müsste). Die CDU präferierte eine Erschließung über den Ausbau des sogenannten Bahnweges, ein Ackerweg im hinteren Teil des Baugebietes. Beide mögliche Trassen kämen die Gemeinde etwa gleich teuer, da die Kosten vom Baugebiet-Investor getragen werden. Beide Varianten waren von Franziska Lüders vom Plankontor Oldenburg ausgearbeitet und vorgestellt worden. Eine Erschließung über das Teilstück des Ellerdamms ab Dorfstraße kam bei ihr nicht zum Tragen, da sich Teile des Straßenkörpers in Privatbesitz befinden.

Über den Ellerdamm (Bild oben) soll das neue Baugebiet, das auf einer derzeitigen Ackerfläche (Bild unten, links) entstehen wird, erschlossen werden. Anwohner fürchten, dass an die Straße auch ein mögliches weiteres Baugebiet angehängt wird. 

Vordergründig war damit die Sache erledigt, hintergründig spielte allerdings die mögliche spätere Erweiterung dieses Baugebietes, derzeit noch kein offizielles Thema, eine nicht unwesentliche Rolle. Denn wie Anwohner während der Bürgerfragestunde (und auch mit Zischenrufen) kundtaten, befürchten sie, dass im Falle einer späteren Ausweitung der derzeitigen Baufläche auch der Verkehr für den denkbaren zweiten Bauabschnitt durch den Ellerdamm laufen würde – und das sei zuviel.

Klare Auskünfte in dieser Sache von Bürgermeister Winkelmann und Gemeindedirektor Harald Hesse gab es nicht. Beide verwiesen darauf, dass ein mögliches späteres angrenzendes Baugebiet derzeit noch nicht in Planung sei – wobei Bürgermeister Winkelmann gegebenenfalls auch eine Zufahrt in irgendeiner Form über das Teilstück Dorfstraße/Ellerdamm für möglich hielt.

Was blieb, ist jede Menge Unmut der Anwohner, von denen einige noch vor Ort ankündigten, gegen den Bebauungsplan vorgehen zu wollen.

Zum Hintergrund: Das betreffende Areal hat sich bereits per Vorvertrag die Kreissparkassen-Immobiliengesellschaft gesichert. Bei normalem Verlauf des B-Planverfahrens könnte frühestens im Frühjahr 2018 Baubeginn für die ersten Häuser sein. 

sp

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Eier für Ostern natürlich färben

Eier für Ostern natürlich färben

Bildergalerie WeserHöfe

Bildergalerie WeserHöfe

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

Meistgelesene Artikel

Gutscheine statt Internetkauf: Wie können Geschäftsinhaber Corona-Krise überleben?

Gutscheine statt Internetkauf: Wie können Geschäftsinhaber Corona-Krise überleben?

Corona-Krise: Heilpraktikerin Peggy Kropp bietet kostenloses Sorgentelefon an

Corona-Krise: Heilpraktikerin Peggy Kropp bietet kostenloses Sorgentelefon an

Mehrere Hundert Stroh- und Heuballen in Brand

Mehrere Hundert Stroh- und Heuballen in Brand

Einkaufen zu Corona-Zeiten: Mitarbeiter in Lebensmittelmärkten weiterhin stark gefordert

Einkaufen zu Corona-Zeiten: Mitarbeiter in Lebensmittelmärkten weiterhin stark gefordert

Kommentare