Eine Welt voller Lieder

Elisabeth Wyludda aus Eißel gibt „Kinderglobus“ heraus

Hat lange Noten, Texte und Bilder für ihren „Kinderglobus“ gesammelt: die Musiklehrerin Elisabeth Wyludda aus Eißel.
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Hat lange Noten, Texte und Bilder für ihren „Kinderglobus“ gesammelt: die Musiklehrerin Elisabeth Wyludda aus Eißel.

Eißel – „Es ist ein Buch mit, für und von Kindern“, sagt Elisabeth Wyludda über den gut 80 Seiten starken „Kinderglobus“, den sie jetzt herausgegeben hat. Seit Jahrzehnten hat sie an dieser musikalischen Reise – so der Untertitel – gearbeitet. „Dieses Buch lief parallel seit 1990“, erzählt die 83-Jährige, die im Laufe der Zeit vielen Menschen aus Eißel und umzu beigebracht hat, Gitarre oder Klavier zu spielen und zu singen. „Das habe ich mit den Schülern gedichtet, dafür haben wir die Noten geschrieben, und die Kinder haben Bilder gemalt.“

Und so ist am Ende eine Sammlung von Liedern entstanden, die sich oft um Tiere, aber auch um Themen wie Urlaube, die Vermüllung der Meere oder Karneval drehen. Das Stück „Ein Dorf“, das Elisabeth Wyludda zum 800. Geburtstag von Eißel geschrieben und auch mit dem Radiosymphonieorchester in Bremen gespielt hat, ist ebenso abgedruckt – inklusive einer Strophe auf Plattdeutsch. An anderer Stelle ist der gesamte Text eines Liedes übersetzt in die niederdeutsche Sprache.

Aber Wyludda, die viele ihrer Schüler eher Liesel oder Lisa nennen und genannt haben, wollte den „Kinderglobus“ auch für die Schüler aktiv gestalten. Und so gibt es neben Vorlagen – teils von Wyluddas Enkelinnen gezeichnet, teils von Erwachsenen –, die sie ausmalen können, auch komplett blanke Seiten und Melodien, die weder Titel noch Text haben. Wer mag, so die Vorstellung der einstigen Inhaberin der Musikschule Klangstudio, kann sich diese Seite kopieren und seine Kreationen in die Lücken eintragen.

Für einige Stücke hat Wyludda die Klaviernoten zur Begleitung des Gesangs mit angegeben, und oftmals stehen die Gitarrenakkorde drüber. Musikalisch versierte Menschen könnten sich anhand der Vorgaben und mithilfe der Harmonielehre auch etwa die Noten erarbeiten, die Flötenspieler bräuchten, ist sich die gebürtige Münsterländerin sicher. Wieder andere Lieder sind klassische, ohne Text. Zusätzlich gibt es ganz hinten in der Sammlung auch noch Vorschläge, wie einzelne Stücke im Kindergarten umgesetzt werden könnten. „Auf die Kreativität habe ich viel Wert gelegt, damit die Kinder auch selbst noch etwas machen“, unterstreicht Elisabeth Wyludda.

Andere mit Musik mitreißen, das ist sowieso Elisabeth Wyluddas Ding. Bei dem Termin in ihrem Wohnhaus, in dem es immer noch mehrere Übungsräume gibt, erzählt die 83-Jährige, dass sie das Publikum bei Auftritten ihrer verschiedenen Gruppen stets integriert und zum Mitsingen animiert habe. „Das Klangstudio ist mein Leben gewesen“, sagt die Seniorin.

Eigentlich, so verrät es eine der letzten Seiten im „Kinderglobus“, wollte Elisabeth Wyludda zu ihrem Werk auch eine CD aufnehmen, die Lieder einspielen. Das hat Corona verhindert. Nun denkt die Eißelerin darüber nach, einen Youtube-Kanal einzurichten und die Stücke dort zu vertonen, um Menschen das Lernen zu erleichtern. So würde sich die Zahl ihrer Schüler quasi noch einmal vervielfachen.

Im Alltag hat sie davon mittlerweile sehr viel weniger als früher. Wyludda gibt unter anderem ihren Enkelinnen Klavierunterricht, erzählt sie. Und dann ist da noch eine Gitarrengruppe, die sich vor 40 Jahren gefunden hat, als sie ihre Musikschule aus der Taufe hob. Davon sei eine Schülerin sogar von Anfang an dabei, eine andere sei zwei oder drei Jahre später eingestiegen – und alle seien sie längst gute Freundinnen.

Beim Fachhändler: Wer den „Kinderglobus – eine musikalische Reise mit Elisabeth Wyludda“ haben möchte, kann die Liedersammlung bei „Lange – Buch & Medien“, Braunschweiger Straße 55/57 in Thedinghausen, erwerben. Das Buch kostet 19,95 Euro. Demnächst, gibt Elisabeth Wyludda an, soll es auch in anderen Geschäften erhältlich sein. 

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