Strecke entlang der Schliemer und Horstedter Marsch

Was für eine Hubertusjagd

Als eine in jeder Beziehung prächtiges Ereignis zeigte sich auch in diesem Jahr die Hubertusjagd in Riede. - Foto: Behr

Riede - Von Joachim Behr. „Bombiges, herrliches Geläuf, da wir eine lange Trockenzeit hatten. Solange der Boden nicht gefroren ist, Regen und Wind nicht mit 320 km/h auf uns runter prasseln, reiten wir, “ lachte Jagdherr Dr. Matthias Röpke am Samstagmittag beim Stelldichein auf der großen Weide des Gutes Schlieme in Riede.

Hubertusjagd – an diesem herrlichen Reiterlebnis nahmen fast 50 Jagdreiterinnen und -reiter teil, sie waren vom Bremer Reitclub eingeladen worden, mit ihren Pferden hinter der Niedersachsenmeute her zu jagen.

Matthias Röpke hieß sie alle herzlich willkommen und dankte der Familie Klatte: „Wir sind glücklich, Schlieme als Standort nutzen zu dürfen.“ Die Jagdfreunde waren aus dem gesamten norddeutschen Raum mit ihren Pferden angereist. Die 22-köpfige Foxhound-Meute, von Master Egbert von Schultzendorff und seinen Pikören angeführt, konnte es kaum erwarten, loszulegen.

Allen vorweg jedoch Schleppenlegerin Monja Rohrig, die von Victor Siemers begleitet wurde. Die sechsköpfige Bläsergruppe „Rallye Trompes des Landes“ aus Gülten blies die ersten Jagdsignale, die Jagd begann.

Jagdherr Matthias Röpke hatte drei Felder gebildet, das Jugendfeld, angeführt von Juliane von Behr, ein nichtspringendes Feld, geleitet von Nadine von Hohnhorst und Heinz-Dieter Siemers sowie das Jagdherrenfeld mit Matthias Röpke.

Die Strecke führte entlang der Weser durch die Schliemer und Horstedter Marsch mit etwa 40 Hindernissen, darunter niedrige Hecken, kleine Gräben und Koppelricks.

Zahlreiche Zaungäste beobachteten das Geschehen und in einer kurzen Verschnaufpause für Ross und Reiter an der Weser konnte unser Mitarbeiter vom Jagdherrn Matthias Röpke einiges über sein Pferd erfahren: „Mit meinem 17-jährigen Hannoveraner-Rappen Elliot gehe ich seit zwölf Jahren durch dick und dünn. Etwa 200 Jagden haben wir zusammen Sturz- und verletzungsfrei überstanden. Er ist ein absolutes Verlasspferd, findet immer den richtigen Absprung. Wir sind ein absolutes Dream-Team und haben ein sehr inniges Verhältnis. 

Anfangs mussten wir noch auskämpfen, wer der Chef ist, da hat er mich gelegentlich in den Dreck geschmissen, wir haben uns dann auf ein Unentschieden geeinigt. Charakterlich sind wir uns einfach sehr ähnlich. Er liebt Hunde, wir sind bis vor wenigen Jahren noch mit unserem Labrador Ferdi ausgeritten, der ist jetzt leider zu alt. 

Da ich ihn nicht so oft reiten kann wie ich gerne möchte, unterstützt mich Linda Kobelt, die ihn mehrfach wöchentlich reitet und ihn nach Strich und Faden verwöhnt. Elliot und ich sind so aufeinander geprägt, dass ich wohl wenn ich ihn nicht mehr jagdlich reiten kann, anfangen muss, Golf zu spielen.“

Dann hieß es wieder: „Aufsitzen“ und der zweite Abschnitt wurde geritten, zwischendurch ertönten immer wieder die unterschiedlichen Signale der Bläsergruppe. „Alle sind heil angekommen, Halali, Halali“, so der Jagdherr zum Schluss der Jagd und Egbert von Schultzendorff rief zu den Brüchen.

Die Foxhounds fielen über ihren Lohn, das Curée her und die Pferde wurden versorgt. Mit einer Kaffeetafel in Schröders Gasthaus in Thedinghausen ließ man dann einen erlebnisreichen Tag ausklingen.

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