Anreize zur Versammlungsteilnahme

100 Jahre Rassegeflügelzuchtverein Thedinghausen

Erhielt während der Feierstunde die goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter: Günter Stubbe (l.) nahm die Auszeichnung aus den Händen des Landesverbandsvorsitzenden Alfred-Karl Walter entgegen.
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Erhielt während der Feierstunde die goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter: Günter Stubbe (l.) nahm die Auszeichnung aus den Händen des Landesverbandsvorsitzenden Alfred-Karl Walter entgegen.

Thedinghausen – Geflügelhaltung gibt es in der Gemeinde Thedinghausen seit hunderten von Jahren. Die Vögel liefern seit jeher Fleisch und Eier. Gänse oder Entenfedern aus eigener Produktion dienten sogar als Daunen für das Bettzeug. Und seit 100 Jahren gibt es nun auch schon den Rassegeflügelzuchtverein Thedinghausen.

Die gefiederten Freunde sollten nicht nur einen Nutzen haben und Lebensmittel produzieren, sondern auch schön sein, und zwar nach einheitlichen Standards. Deswegen gründeten Theodor Lillie, Otto Trautmann, Wilhelm Bohnkämper und Karl Sander den Verein in Thedinghausen im Jahre 1921.

Um Mitglieder zu den allmonatlichen Versammlungen zu locken, gab es bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts den Passus in den Vereinsregularien, dass jedes teilnehmende Mitglied einen Schnaps, ein Bier und eine Zigarette aus der Vereinskasse bezahlt bekommt. Das hat der heutige Vereinsvorsitzende Günter Stubbe in den umfangreichen Protokollbüchern des Vereins gefunden.

Rund 60 geladene Gäste trafen sich jetzt zu einer kleinen Jubiläumsfeier im Restaurant „Romance“ am Erbhof in Thedinghausen. Die besten Glückwünsche überbrachten neben Bürgermeister Thomas Metz auch der Vertreter der Landesorganisation Hannoverscher Rassegeflügelzüchter, Alfred-Karl Walter.

„Ihre Vorfahren haben einen Verein gegründet in wirtschaftlich schlechter Zeit und sich nicht entmutigen lassen. Das wünsche ich Ihrem Verein für diese Zeit und in Zukunft auch“, erklärte Walter, der nicht nur die Ehrengaben der Organisation dabei hatte, sondern auch noch Günter Stubbe in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Rassegeflügelzucht mit der goldenen Ehrennadel auszeichnete.

Günter Stubbe zählte in seinem kleinen Rückblick einige Führungskräfte der Züchter auf, die nicht unwesentlich am Aufschwung des Vereins beteiligt waren.

Zu einer Schweigeminute erhoben sich die Gäste und gedachten dem erst vor wenigen Tagen verstorbenen Ehrenvorsitzenden Egon Bierwag. „Er wäre mit Sicherheit heute so gerne dabei gewesen“, so Stubbe. Bierwag hat der jüngeren Geschichte des Vereins durch sein Wirken seinen Stempel aufgedrückt. So erwähnte Stubbe das herausragende Engagement beim Umbau des Schießstandes der Schützengilde, der seit 2002 auch als Ausstellungshalle von den Geflügelzüchtern genutzt wird. Davor fanden die Schauen noch im Saal von Schröders Gasthaus statt.

Um die Beteiligung an der neuen Ausstellungshalle zu finanzieren, wurden Bausteine für 50 beziehungsweise 100 Mark verkauft. Außerdem finanzierte man das Vorhaben durch Eigenleistung und über ein Darlehen von der Familie Bierwag, welches über Jahre zurückgezahlt wurde. Der Nutzungsvertrag wurde kürzlich bis 2035 verlängert.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Vereins waren der Bau und die Pacht einer öffentlich zugänglichen Gemeinschaftszuchtanlage am Erbhof und am Baumpark. Dazu wurden mehrere große Stallungen und 16 Volieren gebaut, damit Mitglieder, die zu Hause keine Möglichkeit zur Haltung von Geflügel haben, ihre Tiere unterbringen können. Aufgewertet wurde die Anlage noch durch einen großzügigen Teich für Wasserziergeflügel. Außerdem wurde in dem bestehenden Gebäude ein Aufenthaltsraum für circa 25 Personen geschaffen. „Die Anlage ist jederzeit geöffnet und gehört zu den Sehenswürdigkeiten neben dem Schloss, dem Heimatmuseum und dem Areal des Baumparkes“, sagte Stubbe stolz.

Bevor man die Jubiläumsfeier in einem kleinen gemütlichen Rahmen beendete, machte der Vorsitzende noch Werbung in eigener Sache und wies auf die „Sprechstunde“ des Vereins jeden Sonntag ab 10 Uhr bei Kaffee oder einem Kaltgetränk hin.

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