Ehrenamtliche geben Flüchtlingen Sprachunterricht

Nach dem Lernen wird immer noch gespielt

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Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten erhalten in Thedinghausen auf ehrenamtlicher Basis Sprachunterricht. Hier sind Verena Garscha, Klaus Heinemann und Doris Kaufhold (von rechts) mit ihnen im Gespräch.

Thedinghausen - Bald Deutsch sprechen zu können – das ist ein wichtiges Anliegen vieler Flüchtlinge, die aus krisen- und kriegsgeschüttelten Ländern wie Syrien, Somalia, Eritrea oder dem Sudan kommen und nun in der Samtgemeinde Thedinghausen wohnen.

Menschen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen engagieren sich in der Samtgemeinde für Flüchtlinge. Diesen soll – nach meist traumatischen Erlebnissen auf der Flucht (und vorher) – das Ankommen erleichtert werden. Quasi nach dem Begegnungsfest im Mai in Thedinghausen hat sich eine ehrenamtliche Gruppe gebildet, die am Dienstagnachmittag im Thedinghauser Jugendzentrum (JUZ) Spiel und Spaß für Erwachsene anbietet, während die Kinder betreut werden – eine gute Gelegenheit für Eltern, Sprachpraxis zu erwerben.

Daraus hat sich in den letzten Monaten ein Sprachkurs entwickelt. „Viele Erwachsene warten auf ihre Deutschkurse bei der Volkshochschule“, erzählt Verena Garscha, die mit Doris

Gelächter bei „Zwiebel“

Kaufhold und Klaus Domröse ehrenamtlich Deutschunterricht gibt. Am vergangenen Dienstag sind nur drei Personen gekommen. „Sonst sind es mindestens sechs. Die Kinder werden derweil im Kindergarten betreut“, erzählt Garscha, die mit Klaus Heinemann einen weiteren Pädagogen neu in der Gruppe begrüßen konnte.

„Durch die Lehrer ist auch eine gewisse Struktur eingekehrt“ freut sich Garscha, die sich noch an die etwas chaotischen Anfänge erinnert. Lehrmaterial wird hauptsächlich aus dem Internet gezogen und kopiert. Alles auf private Kosten. „Das ist nicht schön, aber wir bekommen eine große Wertschätzung von den Menschen“, sagt Doris Kaufhold. Es wird auch gelacht. Die Aussprache des Wortes „Zwiebel“ löste bei allen Anwesenden großes Gelächter aus. Dazu muss man wissen, dass viele Flüchtlinge aus dem arabischen Raum kommen und von rechts nach links schreiben und nur die arabischen Buchstaben kennen. Nur wenige können ein paar Brocken Englisch.

Verena Garscha sagt dazu: „Es macht echt Spaß zu sehen, wie motiviert und freudig diese Hilfestellung angenommen wird und dass unser Engagement auch richtig ´was bringt“. Der Dienstag ist jetzt ein fester Termin. . Genutzt werden die Räume über dem JUZ.

Wer die Arbeit finanziell unterstützen möchte, kann das über die Konten der evangelischen Kirchengemeinde tun: Kirchengemeinde Thedinghausen, Stichwort „Flüchtlingshilfe“: DE 52 2915 2670 0019 5333 30 KSK Verden oder DE 79 2566 3584 0119 8807 00 VoBa Aller-Weser. „Die Spende ist dann zweckgebunden und kann eindeutig zugeordnet und steuerlich geltend gemacht werden. Das dienstägliche Treffen von 15 bis 17 Uhr wird die ganzen Ferien über stattfinden und mit Ferienangeboten für die Flüchtlingskinder kombiniert.

ha

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