Bürgerbus: Neue Fahrer jederzeit willkommen

Ehrenamtliche Chauffeure

Vorsitzender Wolfgang Kaib (rechts) mit Bürgerbusfahrern und deren Partnern beim jährlichen Grillfest.

Samtgemeinde/Thedinghausen - Ganz schön eng war es auf der Terrasse. Was der Stimmung aber keinen Abbruch tat – im Gegenteil: Es wurde angeregt geplaudert, gescherzt und gelacht. Fahrer von Bert dem Bürgerbus und ihre Partner feierten jetzt ihr jährliches Grillfest, zu dem der Vorstand des Vereins Bürgerbus Samtgemeinde Thedinghausen eingeladen hatte.

Wie auch in den Vorjahren mit schönem Blick auf Baumpark und Erbhof, hatte der Heimatverein doch dankenswerterweise den Bereich an der Alten Remise zur Verfügung gestellt. „Vielen Dank für den schönen Abend“, „Es war sehr harmonisch“, „Das könnten wir gern öfter machen“ – so und ähnlich verabschiedeten sich die Fahrer vom Vorsitzenden Wolfgang Kaib und von Kassenwart Hayo Koch-Callies, der sich als „Grillmeister“ betätigte.

Dabei war es der Verein, der seinen Fahrern für deren ehrenamtliches Engagement Dankeschön sagte. Mit dem Grillfest, das in entspannter Atmosphäre verlief. Neu hinzugekommene Fahrer fanden sich so richtig ins Team ein, und es wurde mal nicht über Bürgerbus, Fahrtroute und neue Vorgaben geredet, sondern über privates. Naja, so einige Anekdoten aus dem Dienstalltag der Bürgerbusfahrer wurden doch ausgetauscht.

Wie beispielsweise die von der alten Dame, die nach Thedinghausen zum Einkaufen fuhr. Gabriele Leibfried saß an dem Tag am Steuer, und ihr Fahrgast zeigte sich am Fahrdienst und allem, was dazugehört, höchst interessiert. „Was verdient man denn so als Fahrer?“, lautete die abschließende Frage der alten Dame. Schmunzelnd antwortete die Thedinghauserin: „Gar nichts, wir fahren ehrenamtlich.“ Worauf die Dame erstaunt entgegnete: „Davon kann man aber nicht leben.“

Fritz Bohlmann ist eine andere Dame in guter Erinnerung, die regelmäßig in Eißel in den Bürgerbus einsteigt, um ebenfalls in Thedinghausen einzukaufen. Nicht nur, weil sie einen Euro Trinkgeld spendiert. Sondern: „Die Frau hat immer einen riesigen Einkaufswagen dabei. Sie erzählt mir von ihren zahlreichen Katzen, und wenn sie wieder nach Hause fährt, ist ihr Wagen randvoll mit Katzenfutter“, berichtete der Blenderaner. Selbstredend, dass er den schweren Wagen in den Bus hinein- und in Eißel wieder herausschiebt.

„Es fahren viele tolle Leute mit. Niemand hat schlechte Laune“, ist Günter Graef aufgefallen, der den Bürgerbus seit dem Frühjahr durch die Samtgemeinde steuert. Besonders gern denkt er an den Asylbewerber aus Gambia, der versuchte, mit ihm Deutsch zu sprechen. Was sich aber als recht schwierig herausstellte. „Dann haben wir uns eben auf Englisch unterhalten“, sagte er Rieder.

Was Günter Graef formulierte, bestätigen alle Fahrer: Wer in den Bürgerbus einsteigt, ist gut drauf. Was sicherlich an den „Chauffeuren“ liegt, die ihren Dienst am Steuer des kleinen Linienbusses mit Herzblut versehen. „Wer möchte noch Bert den Bürgerbus fahren?“, fragen die Fahrer und hoffen auf Verstärkung. Nähere Auskünfte erteilt Fahrerkoordinator Uwe Heine unter Telefon 04204/ 7800 und mobil unter 0173/2088747, der sich ebenfalls über Interessierte freut.

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