Drei Gleichstellungsbeauftragte laden ein – drei Familienernährerinnen schildern Erfahrungen

Zum Frauentag powervolle Talkrunde

Thedinghausen - Geballte Frauenpower präsentiert sich am Donnerstag, 5. März, in Thedinghausen auf einer Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten Dr. Angelika Saupe aus Achim, Anne Fehn aus Oyten und Bianca Lankenau aus der Samtgemeinde Thedinghausen.

Drei Familienernährerinnen – Pastorin Cathrin Schley aus Thedinghausen, Biologin Sonja Eilers aus Oyten und Susanne Herrmann aus Achim – stellen sich auf der um 19 Uhr in Schröders Gasthaus an der Bremer Straße 8 beginnenden Veranstaltung vor. Sie diskutieren in einer kleinen Talkrunde über Rollenwechsel, berufliche Ambitionen, private Herausforderungen, Vereinbarkeit und Selbstverwirklichung.

Ulrike Helberg-Manke von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft ergänzt die Diskussion aus gesellschaftspolitischer Sicht.

Der Eintritt ist frei und für Snacks und Getränke gesorgt. Um Anmeldungen zwecks genauerer Vorplanung bitten die Veranstalterinnen bis Montag, 2. März.

Anmeldungen und weitere Infos sind möglich bei Bianca Lankenau, gleichstellungsbuero@samtgemeinde-thedinghausen.de, Telefon 04204-8824.

Zur „Spagat zwischen Familie und Beruf“ betitelten Veranstaltung im Vorfeld des Frauentags 8. März heißt es unter anderem in der Ankündigung:

Noch immer müssen sich berufstätige Frauen mitunter als Rabenmutter titulieren lassen, wird ihnen gesellschaftlich verweigert, Anerkennung auch jenseits von Kindern und Haushalt zu suchen. Väter, die sich verstärkt in der Familie engagieren und dafür im Beruf kürzer treten, ernten dafür ebenfalls häufig Kritik...

Als Pastorin Cathrin Schley vor 20 Jahren nach Thedinghausen kam, ging der Kirchenvorstand davon aus, dass sie in wenigen Jahren den Platz für ihren Mann räumen und sich um die Kinder kümmern würde. Tatsächlich predigte sie nach Mutterschutz und Urlaub wieder auf der Kanzel und feierte den Familiengottesdienst am Heiligabend im Talar mit ihrem Töchterchen auf dem Arm.

Sonja Eilers lebt mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern in Oyten. Sie ist studierte Biologin und hat bis zur Geburt des ersten Kindes in der Forschung gearbeitet. Um ihre Arbeit auf Dauer mit der Familie vereinbaren zu können, musste sie sich umorientieren. Jetzt unterrichtet sie an einem Gymnasium die Fächer Biologie und Chemie.

Susanne Herrmann aus Achim leitet heute eine Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Rotenburg. Der gelernten Krankenschwester war nach der Geburt ihres ersten Kindes klar, dass sie weiter arbeiten würde. Da ihr Partner in dieser Zeit studierte, sorgte sie als Vollzeitkraft im Schicht- und Wochenenddienst für das Familieneinkommen.

Alle drei konnten auf die Unterstützung durch ihre Männer zählen, die ihnen beruflich den Rücken frei hielten.

Doch politische Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Erwartungen und die kommunale Infrastruktur bestimmen den alltäglichen Spagat, weiß Ulrike Helberg-Manke.

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