Deuten erwünscht

Thedinghauser Kunstpfad mit mehr als 25 Objekten

Gabriela Schankin und Marianne Domröse mit den „Königskindern“ von Anne Richard
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Gabriela Schankin und Marianne Domröse mit den „Königskindern“ von Anne Richard

Thedinghausen – Ein Objekt fehlt noch. Aber sonst ist der Thedinghauser Kunstpfad vollständig. Mehr als 25 Werke von 17 Künstlerinnen und Künstlern sind entlang der Löwenspur, an der Eyter, beim Rathaus, am Haus auf der Wurth und im Baumpark zu betrachten und zu bestaunen, zu deuten und zu diskutieren – der hiesige Kunstververein lädt dazu ein; umsonst, draußen und in herrlicher Umgebung.

Laut Marianne Domröse und Gabriela Schankin vom Vorbereitungsteam des Kunstpfades hat es sich bei den Künstlerinnen und Künstlern aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum herumgesprochen, welche Möglichkeiten sich ihnen in Thedinghausen zur Präsentation bieten. „Früher musste ich mich schon immer sofort nach den Kunsttagen um die Künstler für die nächsten Kunsttage bemühen, heute kommen sie selber auf uns zu“, sagt Domröse. Entsprechend haben sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter beim Kunstverein bereits 65 Akteure für die Jubiläumsveranstaltung im Juni 2022 gebucht. Coronabedingt musste die Schau im Erbhof, im Haus auf der Wurth, in der Rathausscheune und in der Kirche um ein Jahr verschoben werden.

Umso mehr legen Domröse, Schankin und Susann Schröder-Blischke, die für den Kunstpfad verantwortlich zeichnet, in diesem Jahr Wert auf die Wanderstrecke mit Skulpturen und Installationen.

Bis Ende Oktober haben die Besucherinnen und Besucher Zeit, die Werke unter freiem Himmel auf sich wirken zu lassen. Und in vielen Fällen erfordert das Kunstwerk eine intensive Betrachtung. Denn in der Regel gibt der Urheber oder die Urheberin dem Betrachter allenfalls einen Titel mit auf den Weg. Einen Katalog gibt es nicht. Und die Schilder beim jeweiligen Werk enthalten neben dem Titel (wenn überhaupt) nur das Jahr der Entstehung, den Namen und die E-Mail des Künstlers, um zwecks eines Kaufs mit den Kunstschaffenden in Kontakt treten zu können.

Da ist zum Beispiel „Venus will nicht bleiben“ der Verdener Künstlerin und Vorsitzender des Achimer Kunstvereins, Marita Lingel. Die Skulptur zeigt eine Frauenfigur, allerdings nur rumpfabwärts. Der Oberkörper ist weg. Warum und wieso – darauf kann sich jeder und jede selbst einen Reim machen. Und was hat es mit der Holzfigur der Thedinghauserin Susann Schröder-Blischke auf sich? Ein kopfloser femininer (?) Körper aus Lindenholz, dem an der Seite ein drittes Bein aus der Schulter zu wachsen scheint. Weiter geht es zum „Fähnrich“ von Jutta Kelm aus Oldenburg. Die Windharfe dreht sich bei Luftzug und die Saiten erzeugen Töne.

Das sind nur drei Beispiele auf dem Kunstpfad. Rosa farbene Schilder weisen den insgesamt circa drei Kilometer langen Weg.

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