Der Landesvater auch mal privat

Stephan Weil kickert in Riede

Am Kicker drehte Stephan Weil richtig auf. Mit Doppelpartner Jürgen Winkelmann trat er im Vereinsheim des MTV Riede gegen Anja Lange und Anke Fahrenholz an. Ralf Böse beobachtete das Match.
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Am Kicker drehte Stephan Weil richtig auf. Mit Doppelpartner Jürgen Winkelmann trat er im Vereinsheim des MTV Riede gegen Anja Lange und Anke Fahrenholz an. Ralf Böse beobachtete das Match.

Lunsen/Riede – Gar nicht staatsmännisch, sondern eher locker und aufgeräumt präsentierte sich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am Montagabend bei seinem (Kurz)-Besuch in der Samtgemeinde Thedinghausen.

„Jetzt weiß ich endlich, woher die Bremer Fußballer ihren Namen haben“, entfuhr es Weil auf dem Hof Peters in Lunsen schon beim Aussteigen aus seiner Dienstlimousine, die ihn kurz zuvor durch den Nachbarort Werder gefahren hatte.

Dass eine bedeutende Persönlichkeit dem Hof Peters seine Aufwartung machte, erkannte man spätestens an den gleich vier Beamten von Polizei und Landeskriminalamt, die zuvor das Gehöft inspiziert hatten und den Chef auch sonst nicht aus den Augen ließen.

Torben und Gesa Peters erläuterten dem hohen Gast bei einem Rundgang die Geschichte und aktuelle Situation des landwirtschaftlichen Betriebes, der heute neben Rindermast und Ackerbau sein Geld hauptsächlich mit dem Hofcafé, dem Hofladen und einem gastronomischen Angebot auf der ehemaligen Diele erwirtschaftet. Natürlich kamen auch die Corona-Einschränkungen zur Sprache, wobei die Gastgeber darauf verwiesen, dass zumindest der Außerhausverkauf, beispielsweise Torten, gut läuft.

Stephan Weil machte ein wenig Mut: „Wir werden noch ein paar muntere Monate vor uns haben, aber wenn die Pandemie keine unangenehmen Überraschungen mehr mit sich bringt, wird es sicher wieder Weihnachtsfeiern geben – auch hier.“ Und weiter: „Ich drücke Euch die Daumen, weil ich auch nicht verhehlen kann, dass es für mich immer ein Horror ist, wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb mit jahrhundertealter Geschichte im Zuge des Strukturwandels komplett aufgeben muss.“

In Riede erwartete die MTV-Vorsitzende Anja Lange zusammen mit ihrem Vize Ralf Böse und Bürgermeister Jürgen Winkelmann den Landesvater. Der 62-Jährige, selbst bis vor wenigen Jahren noch aktiver Fußballer, interessierte sich für das Angebot des Vereins, wobei er sich erstaunt zeigte, welch große Rolle der Karneval hier spielt.

Anja Lange erläuterte, dass noch in diesem Jahr eine aufwendige Sanierung der Rasenplätze auf der Agenda steht. Stephan Weil zeigte sich beeindruckt, dass fast jeder Dritte der rund 3000 Rieder Mitglied im MTV sei.

Stephan Weil betonte im Gespräch die Wichtigkeit des Sporttreibens – gerade auch für Kinder und Jugendliche in Corona-Zeiten – wobei er Anja Lange zustimmte, dass kein noch so gutes Online-Angebot für zu Hause die Bewegung in Gemeinschaft ersetzen könne. Auch wenn er am Horizont leichte Lockerungen sah, so hielt er den Sportlern mit Blick auf die Pandemie-Ausbreitung dennoch auch den Spiegel vor: „Das Problem ist die dritte Halbzeit.“

Fielen die vorherigen Besichtigungen und Erläuterungen noch eher in die Kategorie Pflichtprogramm, so kam der Gast aus Hannover so richtig in Fahrt, als er das Tischfußballspiel im Vereinsheim entdeckte. Seine spontane Frage: „Wer spielt mit mir?“ Schnell fand sich ein Doppel. Beim Kickern – offensichtlich nicht zum ersten Mal – hatte er sichtlich Spaß und versenkte auch einige Bälle.

Der Alltag holte ihn schnell wieder ein. „Ich muss noch ins Büro“, verriet er, bevor sein Konvoi sich auf den Weg in die Landeshauptstadt machte.

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