Schriftliche Stellungnahme zum Artikel

DEA-Sprecher Oberlach: Seit 2011 kein Fracking mehr in Verden

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Proteste gegen das Fracking nutzen häufig ein rotes X.

Thedinghausen - Heinz Oberlach, Pressesprecher des Förderbetriebs Niedersachsen bei der Deutschen Erdölgesellschaft (DEA), nimmt jetzt schriftlich Stellung zu dem Artikel „Rotes X warnt die Vibro-Trucks“ vom 7. November.

Es gelte, einige darin enthaltene Missverständnisse zu klären. Der DEA sei es wichtig, ein besseres Verständnis für die in dem Beitrag angesprochenen Zusammenhänge zu schaffen, „damit wir auf Augenhöhe die vielfältigen Fragen rund um die Erdgasförderung diskutieren können“, leitet Oberlach sein Anliegen ein.

Insbesondere bemängelt er Passagen des Artikels, in denen von „großen Gasblasen“, welche die DEA mittels seismischer Messungen bis in den „angrenzenden Achimer Bereich“ erkunden wolle, die Rede ist. Darüber hinaus werde vor einer „verstärkten Gasförderung auch nach der Fracking-Methode“ gesprochen, die im Raum Langwedel zu Erdbeben geführt habe.

Außerdem kritisiert der DEA-Sprecher die zitierte Äußerung eines Mitgliedes der Bürgerinitiave „Rote Hand“, wonach „die Klimabilanz von Flüssigerdgas mindestens so schlecht wie bei der Braunkohle“ sei.

Die Förderung wird zurückgefahren, schreibt der DEA-Sprecher

Dazu macht Oberlach folgende Punkte geltend:

• Erdgas befinde sich im Untergrund nicht in „großen Blasen“, sondern in den feinen Poren einer sehr kompakten Sandsteinformation in rund 5000 Metern Tiefe.

• Die Förderung werde nicht „verstärkt“, sondern die Erdgas-Fördermenge gehe seit Jahren stetig zurück.

• Die „Fracking-Methode“ werde im Landkreis Verden seit Sommer 2011 – also seit mehr als sieben Jahren – nicht mehr angewendet.

• Dieses Verfahren sei auch nicht die Ursache von „Erdbeben im Raum Langwedel“.

• Das in unserer Region geförderte Erdgas habe mit dem kritisierten „Flüssigerdgas“ nichts zu tun.

Der Pressesprecher plädiert für eine sachorientiertere Diskussion über die heimische Erdgasförderung. Dazu gehörten vor allen Dingen Fakten, „also Informationen darüber, was ist und über das, was nicht ist“, fasst Heinz Oberlach in seiner Stellungnahme abschließend zusammen.

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