Emte-Schöpfwerk in Intschede wird generalüberholt

Damit Blender nicht absäuft

Eine Grundinstandsetzung steht dem Emte-Schöpfwerk in Intschede bevor.
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Eine Grundinstandsetzung steht dem Emte-Schöpfwerk in Intschede bevor.

Intschede – Mitten in der Intscheder Feldmark steht ein kastenförmiges gelb verklinkertes Häuschen. Was sich im Inneren verbirgt, wissen längst nicht alle Vorbeifahrenden. Es handelt sich um das „Schöpfwerk Blender Emte“. Die Anlage ist dabei nicht vorrangig von Bedeutung für das benachbarte Intschede – dieser Ort liegt nämlich ziemlich hoch – sondern eher für Blender und Umgebung.

Das Anfang der 60er-Jahre quasi im Weserdeich gebaute Schöpfwerk sorgt nämlich mit seinen Pumpen bei Weserhochwasser dafür, dass das Wasser aus den dann tiefer liegenden Binnenland-Zuflüssen, die sich in der Emte bündeln, in die Weser gelangt.

Zum Hintergrund: Bei niedrigeren Wasserständen der Weser kann das Wasser der Emte über den Sielbereich des Schöpfwerkes im Freigefälle zur Weser hin ablaufen.

Nun ist, wie der Mittelweserverband (MWV) mit Sitz in Syke mitteilt, eine Grundinstandsetzung des Schöpfwerks fällig. Dazu Peter Neumann, Geschäftsführer des Mittelweserverbandes: „Wir investieren in die Entwässerung und den Hochwasserschutz.“

Man kann es auch einfacher ausdrücken: Durch die Instandsetzungsarbeiten wird dafür Sorge getragen, dass Blender im Falle einer ungünstigen Hochwasserkonstellation nicht absäuft.

In den Vorjahren hat es bereits etliche kleinere Instandsetzungsarbeiten gegeben. Nun soll das in die Jahre gekommene Schöpfwerk generalüberholt werden. Neben etlichen Beton- und Stahlbauarbeiten in den Ein- und Auslaufbereichen sowie am und im Gebäude, der Erneuerung der Fassade und des Daches soll auch eine der Pumpen, die eine Förderleistung von 2,5 Kubikmeter (2500 Liter) pro Sekunde hat, überholt werden. Insgesamt „warten“ im Schöpfwerk drei sogenannte Horizontalpumpen auf Arbeit, mit denen im Extremfall 6,5 Kubikmeter (6500 Liter) Wasser pro Sekunde der Blender Emte in die Weser gepumpt werden.

Auch die elektrischen Anlagen werden auf den neuesten Stand gebracht. Peter Neumann erläutert: „Heutzutage können Wasserstände vor Ort gemessen und per Fernwirktechnik an einen zentralen Ort gesendet werden, wo sie elektronisch verarbeitet und entsprechend die Pumpen und Schieber aus der Ferne gesteuert werden können. Diese Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sorgt dafür, dass der zuständige Schöpfwerkswärter und die technischen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Verbandes am PC, am Tablet oder per Smartphone die Bedingungen vor Ort sehen und gegebenenfalls auch per Fernwartung in die Steuerung eingreifen können.

Für diese rund 1,2 Mio Euro teure Grundinstandsetzung des Schöpfwerkes „Blender Emte“ konnte der Mittelweserverband dank der „Richtlinie über die Zuwendungen zur Förderung von Vorhaben des Hochwasserschutzes im Binnenland“ Fördermittel einwerben. So werden 63 Prozent der Gesamtkosten von der Europäischen Union übernommen. Der MWV muss „nur“ den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von 37 Prozent tragen.

Nach öffentlicher Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten an die beteiligten Firmen soll nun in Kürze mit den Bauarbeiten begonnen werden. Peter Neumann: „Es ist davon auszugehen, dass sich die Fertigstellung der Gewerke bis Ende August hinziehen wird.“  sp

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