Keine Präsentation am Tag des offenen Denkmals / Gasthaus-Reliquien im Heimatmuseum

Corona stoppt die Schlosswache

Eigentlich hätte die Schlosswache der Hanse-Garde die Besucher stilecht beim Tag des offenen Denkmals am Erbhof begrüßen sollen. Doch die Truppe kam nicht. Für die „maskierten“ Besucher gab es dennoch einiges zu sehen.
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Eigentlich hätte die Schlosswache der Hanse-Garde die Besucher stilecht beim Tag des offenen Denkmals am Erbhof begrüßen sollen. Doch die Truppe kam nicht. Für die „maskierten“ Besucher gab es dennoch einiges zu sehen.

Thedinghausen – Trotz Corona-Pandemie war das 1620 erbaute Schloss Erbhof am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Mit dabei waren der Förderkreis Erbhof zu Thedinghausen und die Tourist-Info der Samtgemeinde Thedinghausen – aber leider nicht die angekündigte und erwartete Hanse-Garde mit der Schlosswache. „Schade“, sagte Wilma Leszinsky, die für den Erbhofkreis den Einlass ins Schloss regelte und die Eintrittskarten vergab, sodass alles vorschriftsmäßig ablief und geregelt war. „In der Truppe ist ein Corona-Verdachtsfall aufgetreten, sie mussten leider absagen“, bedauerte Leszinsky.

Der Besucherandrang hielt sich sowieso in Grenzen. Am Nachmittag wurde es vor allem durch einige Fahrradfahrer doch noch ein bisschen mehr. Die Besucher konnten sich den restaurierten Renaissancesaal im 2. Obergeschoss ansehen, in dem auch standesamtliche und freie Trauungen sowie Konzerte stattfinden. Im Renaissancesaal gab es eine interessante Präsentation anlässlich des 400-jährigen Schloss-Jubiläums. Hier lohnte sich ein Verweilen im Schlosssaal, um sich auf eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte des eindrucksvollen Gebäudes zu begeben.

Und es gab Einblicke von den Renovierungsmaßnahmen des Schlosses aus der jüngsten Vergangenheit. Aufmerksamkeit erregte auch das erst vor wenigen Tagen angebrachte Wappen von Erzbischof Johann Friedrich am Hauptportal des Erbhofes.

Wer sich im Renaissancesaal umgesehen hatte, der konnte noch das Heimatmuseum „Alte Remise“, des Heimatvereins besuchen. Zum ersten Mal nach einem halben Jahr wieder geöffnet, gab es einiges Neues zu entdecken in der schier unendlichen Vielfalt historischer Utensilien aus der Heimat. Vorsitzender Klaus-Dieter Schneider nutzte die Gelegenheit, in diesem Zusammenhang die Urkunden für Vereinsmitglieder zu überreichen, die vor 25 Jahren den Heimatverein gegründet hatten. „Eine Zusammenkunft des Vereins wird es in naher Zukunft nicht geben,“ kündigte der Vorsitzende an. „So wollen wir versuchen, wenigstens einige Urkunden zu überreichen“.

Die Coronakrise hat dem Verein vor allem durch Gaststättenschließungen im Ort einiges an Material gebracht. Zum Beispiel fallen dadurch zwei Kegelbahnen weg. „Den Kegelkönig und die Kugeln habe ich mir gesichert“, sagte Schneider. Und weiter: „Dabei habe ich auch gleich noch andere historischen Reliquien aus der Gastronomie für den Heimatverein ergattern können. Das stellen wir demnächst zu einer Sonderausstellung zusammen“, kündigte der Vorsitzende an.

Derzeit läuft bereits eine Sonderausstellung, bei der es um das Thema Rauchen geht. Pfeifen und dazu gehörende Utensilien, Aschenbecher oder eine Packung Overstolz Zigaretten, die in Wahlunterlagen versteckt waren, konnten die Besucher in Augenschein nehmen. Dass auch Spezialwerkzeuge und einige Zigarrenkisten des ehemaligen Thedinghauser Zigarrenmachers Grashoff zu den Ausstellungsstücken gehören, versteht sich von selbst.  ha

Sehenswerte Sonderausstellung im Heimatmuseum: Vielerlei rund um das Thema Rauchen.

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