CDU-Landwirtschaftsforum: Auftakt mit Kritik

„Grüne heizen jetzt Agrarthema auf“

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Helmut Dammann-Tamke ist agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und auch Präsident der Landesjägerschaft. Er hielt beim CDU-Forum die Einführungsrede.

Thedinghausen - Mit dem Thema Atomkraft sei für die Grünen seit der Energiewende kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Deshalb rückten Strategen der Partei jetzt den Bereich Ernährung. Landwirtschaft und Tierhaltung ganz nach vorn, weil damit wie bei der Atomenergie gut Emotionen anzuheizen seien. Zudem hätten Grüne große Einflussmöglichkeiten, da sie neun von 16 Landwirtschaftsministern der Bundesländer stellen.

All das sprach Helmut Dammann-Tamke, agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, in seiner Einführungsrede zum CDU-Forum „Zukunft ländlicher Raum – Zukunft der Landwirtschaft“ mit sechs Referenten in Thedinghausen an. Der christdemokratische Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adrian Mohr hatte zu der Veranstaltung in Schröders Gasthaus über 50 Besucher begrüßt.

Diskutiert wurde mit den Experten an sechs Tischen in kleinen Runden. Dammann-Tamke machte dabei das Positionspapier „Zukunft der Landwirtschaft in Niedersachsen“ zum Thema, sein Kollege Axel Miesner aus Lilienthal das Landesraumordnungsprogramm. Weitere Referenten waren Frank Faß vom Wolfcenter Dörverden, Christine Tewes vom Kreislandfrauenverein, Günter Lühning vom Dorfladen Netzwerk und Heiner Zeyn vom Landvolk.

Damann-Tamke hatte in der Einführung auch betont, dass es in Deutschland bestens kontrollierte Lebensmittel von höchstem Standard gebe. Bei 23 000 landwirtschaftlichen Vollerwerbshöfen mit im Schnitt 62 Hektar Größe könne im Übrigen von flächendeckenden Agrarfabriken keine Rede sein. Es seien überwiegend Familienbetriebe.

Nachhaltiges Bewirtschaften angesichts knapper Ressourcen sowie sorgsamer Umgang mit Grundwasser liege aber auch der CDU am Herzen, und den Flächenverbrauch von rund zwölf Hektar täglich wolle auch sie eindämmen.

Auf der anderen Seite brauchten Landwirte unbedingt Verlässlichkeit in der Agrarpolitik und kein Hü und Hott, da sie Groß-Investitionen nicht selten über einen Zeitraum von 20 Jahren finanzieren ließen.

„Ein erfolgreicher, kurzweiliger Abend in einem Format, das wir auch für andere Themen wieder einsetzen werden“ fasste Mohr am Ende der Gruppenarbeit zusammen.

la

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