CDU-Infoabend zur Breitbandversorgung

„Glasfaser in letzten Kuhstall“

Zahlreiche Bürger zeigten Interesse am Thema Breitbandversorgung in der Region, stehend MdB Mattfeldt.

Samtgemeinde Thedinghausen - Volles Haus beim Kommunaldialog Breitbandversorgung des CDU-Samtgemeindeverbandes Thedinghausen im Restaurant „Romance“ am Erbhof. Mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich von Experten eingehend über die Möglichkeiten informieren zu lassen, wie die Gemeinde und ihre Ortschaften Anschluss halten können mit der rasanten Entwicklung des schnellen Internets.

Die CDU geht in einer Presseerklärung auf die Veranstaltung ein.

Der hiesige Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt appellierte eindringlich „sich ganz schnell auf den Weg zu machen und dabei die umfangreichen Fördermöglichkeiten des Bundes zu nutzen.“ Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung müssten jetzt die Weichen für die Zukunft stellen und dafür sorgen, dass modernste Glasfasertechnik möglichst auch den letzten Kuhstall erreiche. Schließlich benötige auch die moderne Landwirtschaft den Zugang zur digitalen Datenwelt. Hierfür habe die Bundesregierung das aktuelle Breitbandförderprogramm, von dem bereits zahlreiche Kommunen profitieren, auf insgesamt 4 Milliarden Euro aufgestockt.

Unterversorgung in den ländlichen Bereichen

Zur Einführung gab CDU-Samtgemeinderatsmitglied Ralph Landwehr einen Überblick über den Stand der Technik, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ausbauarten, die Fördermöglichkeiten sowie die gegenwärtigen Verfügbarkeiten für Breitbandanschlüsse im Raum Thedinghausen. Dabei wurde deutlich, dass gerade die ausgedehnten ländlichen Bereiche der Gemeinde unterversorgt sind. Ein Ausbau mit schnellen Leitungen sei privatwirtschaftlich aber nicht zu leisten. Deshalb müssten Förderprogramme von Bund und Land helfen, diese Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen. Die Hilfen des Landes könnten für die Aufrüstung des Netzes auf eine Geschwindigkeit von maximal 16 Mbit genutzt werden.

„Früher haben wir weitsichtig Straßen und Brücken gebaut. Heute müssen wir den gleichen Mut beweisen, um die digitale Infrastruktur so zu planen und umzusetzen, dass sie auch künftig fähig ist, die gewaltigen Datenmengen aufzunehmen“, sagte Andreas Mattfeldt. Und weiter: „Auch wenn die Breitbandversorgung im Landkreis Verden schon gut ist, gibt es dennoch viele Gegenden, wie zum Beispiel in Thedinghausen, die noch unterversorgt sind und erschlossen werden müssen. Ich würde mich daher freuen, wenn der Landkreis die Chance der Breitbandförderung des Bundes ergreift und einzelne Kommunen bei der Antragsstellung unterstützt.“

Einmaliger Hausanschluss: 400 bis 700 Euro

Denn mit den Bundesmitteln könnte die Samtgemeinde Thedinghausen auch als alleiniger Antragsteller erfolgversprechend den Auf- und Ausbau eines zukunftsfähigen Glasfasernetzes in die Hand nehmen, verdeutlichte Stefan Molkentin vom Projektträger „atene KOM“, der für das Förderprogramm des Bundes verantwortlich ist. So könnten deutlich höhere Datengeschwindigkeiten und -mengen erreicht werden. Die Bundesförderung sei zudem mit einer Landesförderung kombinierbar. So bleibe für den Antragsteller nur ein überschaubarer Eigenanteil zu leisten.

Die Probleme beim Auf- und Ausbau einer regionalen Glasfaserversorgung verdeutlichte Tobias Pietzka von der Firma Marco-Bungalski-GmbH (T-M-Net). Das Verdener Unternehmen arbeitet mit 16 Mitarbeitern in der Region und für die Region. Er riet, die einmaligen Hausanschluss-Kosten an das Glasfasernetz von 400 bis 700 Euro als rentable Investition in die Immobilie zu sehen.

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