Busnummern und „WhatsApp“-Infos 

Runder Tisch zu Schülerbeförderung bringt Beruhigung und Verbesserungen

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An dieser Rieder Bushaltestelle hat es geklappt: Die Kinder sind abgeholt worden.

Riede - Auch wenn Schultische in der Regel eckig sind, versammelten sich jetzt viele in der Rieder Ilse-Lichtenstein-Rother-Grundschule am „runden Tisch“, und das Format war offensichtlich erfolgreich. Es ging unter der Moderation von Schulleiterin Hendrikje. Gienapp ums Dauerthema „Schülerbeförderung“.

Zunächst brachten die rund 20 Väter und Mütter der Kinder aus den neun Grundschulklassen ihre Beschwerden seit dem Schuljahr 2018/19 vor, über die diese Zeitung mehrfach und zuletzt im Dezember berichtet hat.

Danach ist dem Busunternehmen von Rahden mit Sitz in Schwanewede und einigen seiner Fahrer vorgeworfen worden, dass Schulbusse zu spät oder gar nicht gekommen sind, dass sie Kinder an der Haltestelle stehen ließen und auch schon in falsche Richtung gefahren seien.

Wichtiger Kritikpunkt war, dass die kaum deutschsprachigen, meist spanischen Fahrer sich nicht mit den Kindern verständigen könnten.

Das Busunternehmen von Rahden mit Außenstelle in Morsum hatte manche der Vorwürfe uns gegenüber zurückgewiesen, bei den Verzögerungen auf Baustellen und nicht vorhersehbare Unfälle auf den Autobahnen und Staus auf allen anderen Straßen hingewiesen. Sie kämen selbst für das Busunternehmen überraschend und plötzlich, das im Rahmen des regionalen Linienverkehrs in den Landkreisen Verden, Cuxhaven und im Land Bremen tätig ist und täglich 2000 Schüler befördert, unter anderem in den Ortschaften Hagen, Uthlede, Lehnstedt, Wulsbüttel, Bad Bederkesa, Verden, Achim und Thedinghausen.

Spanische Fahrer hat man, weil deutsche Busfahrer nicht zu bekommen seien und Menschen aus dem südlichen Land mit hoher Arbeitslosigkeit hier die europäische Freizügigkeit nutzten und eine berufliche Chance suchten.

Mit Deutschkursen unter anderem in Morsum versucht das Unternehmen dem aber abzuhelfen, wie jetzt der Juniorchef der Busfirma noch einmal unterstrich. Aber naturgemäß sind der Kommunikation zwischen Fahrern und Kindern da Grenzen gesetzt.

Die Aussprache in der Grundschule zeigte, dass inzwischen bei der Schülerbeförderung in Riede vieles besser geworden ist und bei allen Seiten viel Routine eingekehrt ist.

Dennoch entwickelte die Runde am runden Tisch zahlreiche Verbesserungsvorschläge, die das bemühte Busunternehmen auch umsetzen will.

Zunächst wünschten Eltern, dass es bei den Fahrern und Fahrerinnen personelle Kontinuität gibt, die Kinder vertraute Personen vorfinden und sich nicht immer an neue gewöhnen müssen. Durch Schichtbetrieb, Krankheit und Urlaub sind aber auch dem Grenzen gesetzt, wie der Unternehmer unterstrich. Dennoch will man weniger wechseln und auch eine deutschsprachige Fahrerin bevorzugt einsetzen, die sich besonders beliebt gemacht hat.

Wie schon bei den Erstklässlern sollen die Busse sichtbare Nummern bekommen, damit die Mädchen und Jungen gleich ihren Bus erkennen.

Verspätungen, auch durch Unfälle und Unglücke, sind unvermeidbar, sollen nun aber über „WhatsApp“ jeweils zwei Vätern und Müttern jeder Klasse schnell mitgeteilt werden, die sie dann wiederum an andere Eltern und ihre Kinder weitergeben können.

Weiter soll und will der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen frühzeitig über geplante und manchmal auch wandernde Baustellen mit ihren unvermeidlichen Verspätungen informieren. Bei Baustellen in Uesen und Thedinghausen war das unterblieben. Der Landkreis Verden war übrigens an diesem Abend wegen Krankheit des zuständigen Mitarbeiters nicht vertreten.

So haben nach dem jüngsten Treffen alle Seiten den Eindruck, dass man ein Stück weitergekommen ist und das Dauerthema im Griff hat.

Vor den Sommerferien wollen alle am runden Tisch dann noch einmal Bilanz ziehen.

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