„Musical meets Rock, Pop & Chanson“

Bunter Querschnitt aus vielseitigem Repertoire

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Die Open-Air-Aufführung „Musical meets Rock, Pop & Chanson“ überzeugte nicht nur musikalisch, sondern bot auch optisch Einiges.

Thedinghausen - Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Erbhof-Förderverein Thedinghausen wieder am Garten-Kultur-Festival und präsentierte am Samstagabend ein Showprogramm der Extraklasse.

Erneut konnte mit „Voice over piano“ mit Band und der Bremer Musical Company ein Ensemble verpflichtet werden, das bereits 2016 das Publikum begeisterte. Unter dem identischen Titel „Musical meets Rock, Pop & Chanson“ wurde das Konzert aber keine Replik aus dem Vorjahr, sondern die Künstler um Thomas Blaeschke präsentierten einen breiten Querschnitt aus dem umfangreichen Repertoire. Viele Stücke waren neu arrangiert – drei Beiträge präsentierte das Ensemble erstmalig auf einer Bühne und so boten die Künstler ein unterhaltsames und abwechslungsreiches neues Programm.

Von „Willkommen“ aus Cabaret, „I will follow him“ aus Sister Act, „Maria“ aus der West Side Story zog das gut aufgelegte Ensemble einen gelungenen Spannungsbogen bis zu Stücken aus „Elisabeth“, Les Misérables“ und dem neuen Udo Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“.

Gerade für Bandleader Blaeschke und die Hauptsolistin Sara Dähn stimmte dieser Songtext aber nicht – im Sommer waren beide dort und haben Auftritte für das nächste Jahr in der amerikanischen Metropole vorbereitet. Deshalb durfte auch ihre Version von „New York, New York“ von Frank Sinatra nicht fehlen. Der umfangreiche Tour-Kalender der Gruppe führt sie Ende des Monats auch noch nach Berlin, wo sie auch am Kanzleramt spielen werden.

Proppevoll war es im Erbhof-Schlossgarten. Die Besucher sparten nicht mit Applaus.

In seinen ausführlichen sehr unterhaltsamen Moderationen, mit denen Blaeschke die Umkleidepausen des Ensembles überbrückte, verriet er Details über die Künstler, erzählte Anekdoten über die Stücke oder berichtete von Erlebnissen von vergangenen Auftritten. Gerade der Hinweis auf viele Konzerte der Gruppe für Soldaten im Auslandseinsatz wurde mit großen Beifall bedacht. 

Eine Anekdote aus Thedinghausen wird sicher den Platz bei weiteren Konzerten finden – bei „Listen“ von Beyoncé verirrte sich während des Singens eine Mücke oder Fliege in den Mund der Sängerin, aber dies blieb das einzige kleine Missgeschick dieses Abends.

Vielleicht könnte man die langen Umkleidepausen aber auch mit musikalischen Beiträgen der Band überbrücken, die sich nicht selber präsentieren konnte.

Der Beginn des zweiten Teils des Konzerts beeindruckte die weit über 400 Besucher des Konzertes sehr – ein Medley mit Ausschnitten aus „König der Löwen“ in aufwendigen Kostümen. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends lag auf Chansons wie: „Egon“, „Geben sie Acht“ von Georg Kreissler oder der „Neandertaler“, die sehr überzeugend dargeboten wurden.

Der guten Tontechnik gelang es, dass bei allen Beiträgen die Texte in guter, manchmal fast zu leiser Lautstärke trotzdem immer gut zu verstehen waren, auch wenn in der Nähe eine akustisch wahrnehmbare Tennis-Veranstaltung stattfand.

Den Abschluss des langen, aber sehr unterhaltsamen Abends bildete als zweite Zugabe die „Bohemian Rhapsody“ von Queen.

Dem Team vom Erbhof-Förderverein gelang es wieder, eine familiäre Atmosphäre zu verbreiten, die auch von den Künstlern dankbar erwähnt wurde. Diese zeigten sich gewohnt publikumsnah und standen nach dem Konzert noch für Gespräche bereit.

ey

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