Aber Weg bis zur KitaPlus-Förderung hart

Bund belohnt Konzept des „Stübchen“

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Der Eingang des „Wichtelstübchen“ an der Blender Hauptstraße 30. Die Einrichtung wird nun aus Bundesmitteln gefördert – mit welcher Summe, muss in Berlin noch errechnet werden. 

Berlin/Blender - Tagespflege von 6.30 bis 18 Uhr für Vor-Kindergartenkinder bis zu drei Jahren bietet das private „Wichtelstübchen“ an der Hauptstraße in Blender. Einen solchen Zeitraum deckt keine öffentliche Einrichtung ab. Nicht nur berufstätige Eltern und speziell Alleinerziehende wissen das zu würdigen:

Wie die hiesigen Bundestagabgeordneten Christina Jantz-Herrmann (SPD) und Andreas Mattfeldt (CDU) übereinstimmend mitteilen, wird das personell bisher allein vom Ehepaar Ute und Bernd Feld betriebene „Stübchen“ aus dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ gefördert.

Mit dem Programm unterstütze der Bund erweiterte Betreuungszeiten in Kitas, Horten und in der Kindertagespflege, um Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, heißt es in den Presseerklärungen erläuternd zu den Zielen von KitaPlus.

Gerade auch für berufstätige Eltern, die im Schichtdienst, sehr früh morgens, in den Abendstunden und an Wochenenden arbeiten, fehlten verlässliche und bedarfsgerechte Angebote in Kindertageseinrichtungen, Horten und in der Kindertagespflege. Das hindere Eltern – insbesondere Alleinerziehende – sogar oft daran, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

Es wurde immer enger

Um acht Kinder kümmert sich zur Zeit das seit rund vier Jahren bestehende „Wichtelstübchen“, dessen Konzept das zuständige Ministerium in Berlin offenbar überzeugte.

Die „Wichtel“ des „Stübchens“ kommen nicht nur aus Blender und der Samtgemeinde Thedinghausen, sondern auch aus Achim, Bruchhausen-Vilsen, Hilgermissen – sogar aus verschiedenen Landkreisen also.

Räumlich wurde es in Blender langsam aber immer enger. Daher wird das „Stübchen“ nun nicht nur allgemein renoviert, sondern auch um ein Zimmer erweitert. Die offizielle Eröffnungsfeier nach dem Umbau wird es voraussichtlich nicht lange nach Ende der Sommerferien geben.

Bernd Feld freut sich natürlich über die grundsätzliche Förderzusage, beklagt aber den monatelangen, aufwändigen und bürokratischen Weg dorthin. Da sei es kein Wunder, dass neben dem „Wichtelstübchen“ keine andere ähnliche Einrichtung in der näheren und weiteren Umgebung sich am Wettbewerb um Berücksichtigung im „KitaPlus“-Förderprogramm beteiligt habe.

Papierkrieg auf 100 Seiten

Auch jetzt gehe der Paperkrieg auf rund 100 Seiten weiter, und wenn auf Formularen gleich die Kontonummer zur Rückzahlung von Fördergeldern mit angegeben sei, mache einen das sofort nachdenklich, findet Feld.

Die genaue Höhe des Bundes-Zuschusses für die Einrichtung in Blender scheint tatsächlich noch nicht festgelegt. Auf Nachfrage war aus Mattfeldts Bundestagsbüro zu erfahren, dass pro Betreuungsperson in Einrichtungen mit erweiterter Betreuungszeit bis zu 15 000 Euro Unterstützung möglich seien.

Wieviel das „Wichtelstübchen“ bekommt, müsse anhand weiterer Unterlagen offenbar noch errechnet werden, hatte Büroleiter Sebastian Fischer in Erfahrung gebracht. Schon in wenigen Tagen solle aber die genaue Summe feststehen. 

la

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