Straßeneinmündungen nur für Transporte

Blender Windflügel erst im Juli

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Hier an der Härsenstraßen-Einmündung in Morsum wurde besonders auffällig ordentlich Platz geschaffen für abbiegenden Transportergiganten.

Oiste / Morsum - Erst im Juli werden die großen Teile für die neuen Anlagen im Windpark Blender dorthin gebracht. Die derzeit so ins Auge fallenden provisorischen Erweiterungen befahrbarer Kurven- und Einmündungsbereiche etwa in Morsum und am Beppener Kreisel haben mit diesen Transporten also nichts zu tun.

Das bestätigte auf Nachfrage Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Oister Wind-Beteiligungs-GmbH. Solche Erweiterungen durch ausgelegte Metallplatten und ähnliche Maßnahmen seien für die Transporte nach Blender auch gar nicht erforderlich, erläuterte er.

Die dortigen neuen Türme hätten Rotoren von „nur“ 46 Metern Flügellänge und eine Gesamthöhe von 150 Metern. Die Teile dazu seien auch ohne zusätzliche Ausbauten über die vorhandenen Straßen zu bewegen.

Ziele der jetzigen Großtransporte sei vielmehr der Windpark in Wienbergen-Hilgermissen bei Hoya. Dort würden zwei 200 Meter-Türme mit 63-Meter-Flügeln errichtet. Beim Transport solcher Teile reichten den Schwerlastfahrzeugen die vorhandenen Kurven- und Einmündungsradien meist nicht aus.

Das wurde gerade in der Nacht zum Mittwoch deutlich, als ein Schwertransporter mit Windradflügel wie berichtet an der Autobahnabfahrt Achim-Ost steckenblieb, weil sie für ihn zu eng war.

Auch dieser Sattelschlepper hatte das Ziel Wienbergen. Für die Ausstattung des dortigen Windparks ist die Firma „Pro-Wind“ mit Hauptsitz in Osnabrück zuständig.

Deren Pressesprecherin erläuterte gestern auf Nachfrage, dass die Transportroute ab Hannover über das Bremer Autobahnkreuz und dann weiter auch über die Landesstraßen durch Lunsen, Morsum, Beppen und später Martfeld bis zum Ziel bei Hilgermissen führe.

Die Strecke sei sorgfältig für die Größenordnung solcher Transporte vorbereitet worden, und dreimal seien die schweren Gefährte auch schon ohne Probleme mit ihrer Last ans Ziel gelangt.

Nach Kenntnis der Prowind-Sprecherin hatte dann in der Nacht zum Mittwoch ein Fahrer irrtümlich statt der erweiterten Ausfahrt eine andere benutzt.

Zum aktuellen Großprojekt heißt es auf der „Prowind“-Homepage unter anderem: „Hilgermissen wird noch nachhaltiger: zusätzlich zu den zehn bereits bestehenden Anlagen werden im 1. Halbjahr 2017 Nummer elf und zwölf errichtet. Damit gehen im Sommer weitere 6,6 MW ans Netz.

Der erste Bauabschnitt ist bereits abgeschlossen: Die Zuwegungen sind fertig, sodass die Baustellenfahrzeuge nun uneingeschränkten Zugang zu den zwei zu bebauenden Flächen am Wienbergener Ortsrand haben.

Fast vollständig wurden bereits ebenfalls die Tiefengründungen vollzogen...Im Anschluss werden die Fundamente ausgekoffert, die Bewehrungen installiert und zu guter Letzt mit Beton vergossen.

Deutlich sichtbarer geht es dann ab Mitte Mai weiter, denn dann wird mit der Anlieferung und Errichtung der Großkomponenten begonnen. Wie Stahltürme, Maschinenhaus, Nabe und Rotorblätter mithilfe von großen Kränen aufgestellt und montiert werden, lässt sich dann im Juni und Juli beobachten. In Betrieb gehen werden die Anlagen Ende Juli 2017. Ab dann können weitere 4 500 Haushalte mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgt werden“.

Transporte für die neuen Anlagen in Blender hätten aber ebenfalls gerade begonnen, vergaß Helmut Meyer von der Oister Wind-Beteiligungs-GmbH nicht zu erwähnen. Zunächst würden aber nur kleinere Turmteile an Ort und Stelle gebracht.

la

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