Gleichstellungsbeauftragte derzeit im Homeoffice / Anja Olsson verabschiedet

Bianca Lankenau wieder im Dienst

In Corona-Zeiten sieht eine Verabschiedung auch schon mal so aus. Ratsvorsitzende Anke Fahrenholz (re.) mit Anja Olsson, die über zwei Jahre vertretungsweise als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Thedinghausen wirkte.
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In Corona-Zeiten sieht eine Verabschiedung auch schon mal so aus. Ratsvorsitzende Anke Fahrenholz (re.) mit Anja Olsson, die über zwei Jahre vertretungsweise als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Thedinghausen wirkte.

Samtgemeinde – Die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde, Bianca Lankenau, hat nach einer zweieinhalbjährigen Elternzeit ihre Arbeit – vorerst im Homeoffice – wieder aufgenommen. Im gleichen Atemzug ist damit ihre bisherige Vertreterin Anja Olsson, wieder aus dem Amt ausgeschieden. Die 55-jährige Olsson steht damit wieder uneingeschränkt der Gudewill-Schule als Schulsekretärin zur Verfügung.

Bianca Lankenau (39) umriss auf Nachfrage kurz ihre vorrangigen Pläne: „Ich werde mich zunächst um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in diesen Corona-Zeiten kümmern.“

Im Rahmen der jüngsten Samtgemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Harald Hesse den zweiten Gleichstellungsplan für die Samtgemeinde für die Jahre 2021 bis 2023 vor – wie es von der niedersächsischen Kommunalverfassung vorgeschrieben wird. Dieser Plan wäre eigentlich bereits im zweiten Halbjahr 2018 für die Jahre 2019 bis 2021 zu erstellen gewesen, von den Bediensteten im damaligen Hauptamt sei das allerdings nicht zu schaffen gewesen, so Harald Hesse.

Die ausgeschiedene Gleichstellungsbeauftragte Anja Olsson hat an der Erstellung diese Planes mitgewirkt, auch der Personalrat wurde beteiligt.

In erster Linie geht es beim Gleichstellungsplan um den Abbau von Unterrepräsentanz, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit und die gleiche Bezahlung und Beförderungschancen der Geschlechter bei gleicher Arbeit und Leistung – für den Öffentlichen Dienst. Außerdem wird auf Rahmenbedingungen eingegangen, die eine Arbeit in kommunalen Aufgabenfeldern attraktiv machen – beispielsweise in Teilzeit oder als familienfreundliche Arbeit im Homeoffice.

Harald Hesse verwies dabei unter anderem auf die barrierefreie Umgestaltung des Rathauses und die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten (zum Beispiel der Einsatz von Küchenkräften zur Entlastung der Fachkräfte). Hesse: „Der für 2022 geplante Umzug der Sozialstation in neue Räumlichkeiten dürfte ebenfalls zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes beitragen. Die Büros und der zugehörige Besprechungsraum werden großzügiger gestaltet sein als bisher. Aufgrund der alternden Gesellschaft wird der Anteil pflegebedürftiger Menschen wachsen. So wird vermutlich auch die Zahl der Beschäftigten der Samtgemeinde Thedinghausen und ihrer Mitgliedsgemeinden steigen, die ihre Berufstätigkeit mit der Pflege von Angehörigen in Einklang bringen müssen.“

Der Verwaltungschef diagnostizierte eine Unterrepräsentanz eines Geschlechtes in bestimmten Bereichen. So seien in den Kindergärten und in der Sozialstation überwiegend Frauen beschäftigt, die Bauhöfe seien Männerdomäne. Hier gelte es für die Unterrepräsentierten neue Anreize zu setzen. Eine Männerdominanz gebe es zudem bei der gut bezahlten Leitungsebene im Rathaus – Reinigungskräfte hingegen seien überwiegend Frauen. Hesse: „Hier gilt es, das in der Gesellschaft offenbar noch tief verwurzelte Bild von typischen Frauen- und Männerberufen aufzubrechen und gezielte Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen.“

Ralph Landwehr (CDU) regte in diesem Zusammenhang an, in der Sozialstation auch nach organisatorischen Möglichkeiten einer Vollzeitbeschäftigung zu suchen und diese Tätigkeit somit für Männer interessanter zu machen. Bislang arbeiten in der schweren Pflegearbeit fast ausschließlich Frauen halbtags im Schichtdienst.

Der Gleichstellungsplan wurde vom Samtgemeinderat einstimmig angenommen.  sp

Bianca Lankenau nimmt nach einer Elternzeit ihre Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte wieder auf.

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