Scheller-Voß-Stiftung übergibt insgesamt 6 000 Euro an Palliativeinrichtungen

„Bessere Versorgung reicht noch nicht aus“

Sie möchten die Situation schwerstkranker Menschen verbessern: Die Spendenempfänger Susanne Hepe und Sonja Schenk vom Förderverein der Palliativstation im Krankenhaus Links der Weser (v.l.), Hanne Heimler und Matthias Oehm vom Palliativnetz im Landkreis Verden (v.r.), Stiftungsgründer Gitta Scheller und Uwe Voß (M.) sowie die Spender Ingrid Reichert und Dieter Schröder, Gastgeber Hans Schröder und Sylke List-Pfaff von der Stiftung der Sparkasse Verden (im Hintergrund).
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Sie möchten die Situation schwerstkranker Menschen verbessern: Die Spendenempfänger Susanne Hepe und Sonja Schenk vom Förderverein der Palliativstation im Krankenhaus Links der Weser (v.l.), Hanne Heimler und Matthias Oehm vom Palliativnetz im Landkreis Verden (v.r.), Stiftungsgründer Gitta Scheller und Uwe Voß (M.) sowie die Spender Ingrid Reichert und Dieter Schröder, Gastgeber Hans Schröder und Sylke List-Pfaff von der Stiftung der Sparkasse Verden (im Hintergrund).

Thedinghausen / Landkreis – Bereits zum dritten Mal unterstützt die Scheller-Voß-Stiftung, als Treuhandstiftung unter dem Dach der Kreissparkasse Verden, zwei Vereine mit Schwerpunkt Spezialisierte Palliativversorgung. Jetzt übergaben die Stiftungsgründer Gitta Scheller und Uwe Voß im Baumpark am Schloss Erbhof symbolisch jeweils 3 000 Euro an den Förderverein der Palliativstation im Krankenhaus Links der Weser und an das Palliativnetz im Landkreis Verden.

Gitta Scheller wies auf den steigenden Bedarf palliativmedizinischer Versorgung hin. Lediglich 15 Prozent der Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland hätten eine entsprechende Station angegliedert, und rund 12000 Ärzte hätten eine Zusatzausbildung durchlaufen. Damit verzeichnet die Verwaltungsprofessorin einen Zuwachs, der aber bei weitem nicht genüge: „Die bessere Versorgung reicht noch nicht aus“, prognostiziert Scheller.

Durch den demografischen Wandel nehme die Zahl älterer Menschen stetig zu. Auch die Forschung stecke noch in den Kinderschuhen: Man wisse noch zu wenig über die Vorstellungen der Menschen von einem guten Leben oder guten Sterben. Man wisse ebenfalls wenig über die Art und Wirkung der Belastung auf Pflegepersonal, Ärzte oder Angehörige. Generell fehle zudem Fachwissen über die Wirkung von Palliativmaßnahmen, denn die Erprobung neuer Therapien sei in der Sache problematisch, weil ausreichend Kontrollgruppen fehlten. „Wir sind hier insbesondere auf die Erfahrungen der Palliativeinrichtungen angewiesen“, betont Scheller.

Die Vereine benötigten deshalb dringend finanzielle Zuwendungen, weil zahlreiche Maßnahmen nicht von den Krankenkassen getragen würden und die Spendenbereitschaft in der Corona-Krise eingebrochen sei.

„Wir möchte die Spende zur psychosozialen Unterstützung der Patienten einsetzen und für Umstrukturierungen, die im Rahmen neugestalteter Versorgungsverträge notwendig werden“, benennt Matthias Oehm konkrete Einsatzbereiche im Palliativnetz Verden.

Die Bremer Kollegen möchten einen Lifter für besonders schwere Patienten anschaffen sowie das Engagement einer Musiktherapeutin teilfinanzieren.

Von Ingo Schmidt

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