Bisher 450 Arten / Weitere Gestaltungsmöglichkeiten skizziert

Einzigartiger Baumpark wird noch schöner

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Landschaftsarchitekt Werner Damke, Birgit Dierks von der Sparkassenstiftung, Altbürgermeister Hans Schröder, Diplom-Geografin Perdita Fricke, Samtgemeindebürgermeister Gerd Schröder und Imke Meyer aus der Tourismusabteilung des Rathauses (von links) erläuterten gestern vor Ort bei schönstem Sonnenschein die Baumpark-Zukunft und stellten den neuen Flyer vor.

Thedinghausen - Auf Initiative von Altbürgermeister Hans Schröder entschloss sich die Gemeinde Thedinghausen, auf der über elf Hektar großen Fläche neben dem Schloss Erbhof einen Baumpark zu verwirklichen.

Vor fast zehn Jahren wurde diese Idee auf der Basis von privater und ehrenamtlicher Hilfe, Sponsoren und Gemeindeengagement umgesetzt.

Inzwischen ist der Baumpark mit seinem einmaligen Artenreichtum an Laubhölzern aus gemäßigten Breiten – rund 450 Arten – wohl einzigartig in Deutschland. Damit das so bleibt, wurde im Vorjahr eine Stiftung gegründet. Ziel ist es, aus dem jungen Baumpark ein Arboretum mit internationalem Ruf zu entwickeln. Dazu sollen auf Grundlage einer Fachplanung Vielfalt und Attraktivität gezielt weiterentwickelt werden.

Unter fachlicher Leitung des Mitgliedes der Baumparkstiftung, Diplomingenieur Werner Damke aus Bremen, werden noch in diesem Jahr Ideen zusammengetragen, diskutiert und in eine verbindliche Planung gefasst. Daraus ergebe sich dann die schrittweise Weiterentwicklung der Baumsammlung, erläuterte der inzwischen pensionierte Bremer.

Auch weitere Gestaltungselemente zur Verschönerung des Parks sind vorgesehen. „Mit dem Rundweg, der sehr gut angenommen wird, dem Kinderspielplatz und der Boulebahn haben wir schon einiges in dieser Richtung geschafft“, freut sich Hans Schröder.

„Jetzt rennt man nicht mehr ziellos durch den Park“, ergänzte Perdita Fricke. Die Diplom-Geographin bietet regelmäßig auch Führungen durch den Baumpark an.

Der wurde im Frühjahr von 335 auf 450 Arten und Sorten aufgestockt. So sind zum Beispiel Lederstrauch, Pimpernuss, Scheinkamelie oder Storaxbaum dazugekommen. „Aber es ist höchste Zeit, dass dieses Vorhaben planerisch begleitet wird“, betonte der Landschaftsarchitekt aus Bremen. Daher soll der Park genau vermessen und ein Baumkataster eingerichtet werden.

Vorstellungen gehen zudem dahin, durch weitere Sträucher und Gehölze den Baumpark zu komplettieren. Doch alles wird demnächst noch genauer besprochen und eine so genannte „To-do-Liste“ erstellt.

Um aber die Projekte umsetzen zu können, braucht es weiterhin Geld. „Da reichen die Hilfe der Kommune oder finanzielle Unterstützung aus der Stiftung nicht“, ruft Hans Schröder zu Spenden auf. „Wer ein Firmenjubiläum oder einen hohen Geburtstag feiert, sollte mit an den Baumpark denken“, wünscht sich der Thedinghauser Altbürgermeister.

In einem neuen Flyer sind Rundweg und andere Neuerungen bereits berücksichtigt. Baumkundliche Führungen mit Perdita Fricke für Erwachsene sowie individuelle naturpädagogische Veranstaltungen für Kindergruppen sind im Rathaus oder bei ihr direkt zu buchen. ha

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