Vom Bauernhof auf den Teller

Blender Höfe bringen Schülern die Landwirtschaft näher

Natürlich ein Renner: Die Pferde – hier auf dem Hof Clasen.

Blender - Wo bleibt das ganze Getreide, dass die Landwirte in Blender und Intschede anbauen? Dieser Frage gingen Schüler der zweiten Klassen der Jahnschule Verden direkt auf den Betrieben nach.

Um sich allen Fragen der Kinder zu stellen, Landwirtschaft näher zu bringen und die Tierwelt auf den Höfen zu erklären, hatten sich die Höfe Clasen, Stöver und Clausen bereit erklärt. Jeder nahm eine der 15-köpfigen Klassen für ein paar Stunden mit auf Felder, in Scheunen und Ställe.

Die Wochen zuvor hatten die Kinder in der Schule das Thema Getreide, Ernte und gesunde Ernährung durchgenommen. „Wir haben uns total gefreut, als Edda Hesse von den Landfrauen vorgeschlagen hat, einen Ausflug auf den Bauernhof zu machen“, sagt Lehrerin Karina Muth, die sich über die Förderung durch den Bildungsträger NEUA (Förderverein nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und Agrarwirtschaft aus Verden freut. Sie war mit ihrer Klasse auf dem Hof von Isabel und Jörg Clasen zu Gast. Auf dem Gehöft mit langer Familientradition wird neben Schweinemast eine renommierte Hannoveraner-Zucht betrieben. Der bekannte Celler Beschäler Argentan I stammt genauso von diesem Hof, wie vierbeinige Teilnehmer an Weltreiter- und Olympischen Spielen.

Beim Abstecher ins Getreidelager mussten sich die Schüler den vielen Fragen des Hausherren stellen: „Welches Getreide ist das? Was kann man aus Getreide alles machen?“ Natürlich durften sie alles anfassen und einmal kosten.

Richtig Trubel bei Clausen

Das durften auch die anderen beiden zweiten Klassen. Auf dem Betrieb Stöver zerkleinerten sie selbst mit Mühlensteinen die Körner, um Mehl zu gewinnen. Immer wieder wanderten Weizen- und Gerstenkörner in die Münder. „Magst Du das?“, fragten sich die Schüler gegenseitig. Keiner verneinte. Dargestellt wurde außerdem auf einem Quadratmeter, wieviel Aussaat ausgebracht wird und was im Vergleich dazu später geerntet wird.

Richtig Trubel herrschte auf dem Betrieb Clausen. „Alle Kinder sind das erste mal auf einem Bauernhof“, sagte Klassenlehrerin Maren Pötter. Und auch für den Betrieb war die Schulklasse ein Debüt. Bisher waren nur Kindergärten zu Besuch. Das machte sich gleich in der Wissbegierig- und Lebendigkeit bemerkbar. Der erste Kontakt zu Tier und Trecker brachte die Schüler schier aus dem Häuschen. Die Kälber durften in ihren Iglus besucht, gestreichelt und gebürstet werden. Mit einem durften die Kinder sogar spazieren gehen. Der Hit war dann das Einstreuen im Gemeinschaftsiglu der über zwei Wochen alten Kälber. Kinder und Kuhnachwuchs tobten gemeinsam in der frischen Einstreu. bd

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