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Bauen nur in den Hauptorten der Samtgemeinde Thedinghausen

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Von: Philipp Köster

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Illmer V in Thedinghausen
Wohnbaulandentwicklung soll nur in den Hauptorten der Samtgemeinde Thedinghausen erlaubt sein, nicht in den kleineren Ortschaften und Dörfern. Das Bild zeigt das Gebiet Illmer V. © pk

Blender – Die Nachfrage nach Bauland in den Kommunen der Samtgemeinde ist ungebrochen groß. Die Gemeinderäte entsprechen dieser Nachfrage auch. Als Beispiele seien die Baugebiete Illmer I bis V in Thedinghausen, in Riede an der Landesstraße unweit des Supermarktes sowie in Blender gegenüber der Feuerwehr, genannt. Das entspricht auch den Festsetzungen des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises, das für Wohnbaulandentwicklung das Zentrum Thedinghausen und die „Anderen Ortschaften“, also Emtinghausen, Blender und Riede vorsieht.

In den „Übrigen Ortschaften“ ist Bauen lediglich als „Eigenentwicklung gestattet, also wenn zum Beispiel die Tochter auf dem Grundstück neben dem der Eltern ein Eigenheim errichten will.

An diese Vorgaben hat sich jetzt auch mit den Stimmen von CDU und Grüner Liste der Blenderaner Gemeinderat gehalten und einen Antrag eines Bürgers abgewiesen, in Reer eine Fläche als Wohnbauland entwickeln zu dürfen (oder von der Gemeinde entwickeln zu lassen). Der Mann wollte gerne neben einem Areal für drei Bauplätze, die im Flächennutzungsplan sogar als Wohnbaufläche vorgesehen ist, weiteres Ackerland umnutzen lassen.

Gitta Stahl (Grüne Liste) verneinte, dass es Bauwünsche für Reer gebe. Zudem gebe es in Blender und Intschede Möglichkeiten, sagten sie und auch Bürgermeister Patrick Rott (CDU). Der wusste zu berichten, dass es selbst in Reer keinen Bedarf von Bauwilligen gebe. Ava Schröder (Junge Wählergruppe Blender, JWB) fragte, ob in Reer nicht gebaut werden könnte, wenn Blender „voll“ sei. Nein, entgegnete Bauamtsleiter Frank Bielefeld. Die Menschen sollten nicht aus den Hauptorten „gelockt“ werden. „Der Landkreis würde uns einen solchen Bebauungsplan (in einem Nebenort, d. Red.) um die Ohren fliegen lassen“, betonte er.

Holger Haßfeld (SPD) sprach sich für eine Kompromisslösung aus, nur das als Bauland ins Verfahren zu geben, was im Flächennutzungsplan ohnehin schon als Wohnbauland markiert sei, und zwar auch für Externe, „vorzugsweise für Leute aus Reer, aber ansonsten auch für die, die davon noch nicht wussten“. Vergeblich.

Am Ende wurde der alternative Beschlussvorschlag der Verwaltung „In der Ortschaft Reer soll derzeit keine weitere Wohnbaulandentwicklung erfolgen“ mit besagter schwarz-grüner Stimmenmehrheit angenommen, bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung der Gruppe JWB/SPD.

Von Philipp Köster

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