Breitband-Förderprogramm greift

Schnelles Internet auch für abgelegenen ländlichen Raum

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Schon 2018 können viele Bürger abgelegener Ortsteile mit schnellem Internet rechnen. Das freut die Beteiligten, von links: Wirtschaftsförderer Frank Bielefeld, Tobias Pietza (Vertriebsleiter Firma Bungalski), Firmenchef Marco Bungalski, Bürgermeister Harald Hesse, Hendrik Lüürs und Torsten Wüstenberg (beide EWE) sowie Andre Schubert von der Stabsstelle Planung des Landkreises Verden. 

Thedinghausen - Auch in der Samtgemeinde Thedinghausen wird gegen die schlechte Internetversorgung mobil gemacht. Dienstag präsentierten Wirtschaftsförderer Frank Bielefeld und Bürgermeister Harald Hesse die Gebiete, die demnächst „aufgerüstet“ werden.

Ausgebaut und im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt werden Bahlum-West; Bollerholz und Ratswiehe in Riede; Ueserhütte, Mullwerder und Streek in Thedinghausen; Neu Wulmstorf, Gahlstorf, Jerusalem, und Einste-Nord sowie Oiste-Süd.

Zwei Anbieter, nämlich die EWE (für Emtinghausen/Riede) und die Firma Bungalski aus Verden (für Thedinghausen/Blender) kommen zum Zuge. Sie hatten sich beworben und kommen jetzt in den Genuss von Breitbandzuwendungen, die im Oktober 2016 beantragt wurden. Insgesamt 226 000 Euro Fördergeld von Land, Kreis und Gemeinde schließen eine Wirtschaftlichkeitslücke, die den schnellen Internetausbau erst rentabel macht.

Förderfähig waren nur Gebiete, die über eine DSL-Geschwindigkeit von lediglich 6 Mbit/s oder weniger verfügen, also in der Regel eher abgelegene Ortslagen. Von dem Ausbau werden insgesamt rund 240 Haushalte profitieren. „Das sind fast 1000 Euro öffentliches Geld für jeden Haushalt“, so Bürgermeister Hesse, der sich erfreut darüber zeigte, dass auch die ländlichen Regionen bald auf schnelles Internet zurückgreifen können.

Neue VDSL-Kabelverzweiger

Die Verbesserung der Breitbandversorgung in den Ausbaugebieten erfolgt durch die Aufstellung neuer VDSL-Kabelverzweiger beziehungsweise durch den Überbau von vorhandenen Kabelverzweigern mit VDSL-Technik. Hierdurch wirken sich die DSL-Geschwindigkeiten nicht nur positiv auf das geförderte Gebiet aus, sondern es kann auch Synergieeffekte auf angrenzende Areale geben. An den meisten Stellen der Ausbaugebiete dürften künftig problemlos etwa 30 Mbits und mehr erreicht werden. Individuelle Regelungen, zum Beispiel ein Glasfaseranschluss direkt ans Haus mit einer „Riesenleistung“ sind ebenfalls möglich (natürlich gegen Aufpreis).

Wie beim Pressetermin deutlich wurde, sollen in absehbarer Zeit weitere Gebiete der Samtgemeinde folgen. Die entsprechenden Förderanträge wurden kürzlich gestellt (wir berichteten).

Die dicht besiedelten Ortskerne fallen nicht in die Fördertöpfe. Hier wird davon ausgegangen, dass der Markt das Problem selbst regelt.

Die im aktuellen Programm in Frage kommenden Haushalte sollten sich mit dem neuen Anbieter in Verbindung setzen, wenn sie schnelleres Internet wünschen. Zudem werden in den betreffenden Orten Informationsveranstaltungen durchgeführt.

sp

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