Gemeindedirektor entschuldigt sich

Streit über Bäume einvernehmlich beigelegt

In der Gemeinde Riede schwelte einige Monate ein Streit über Bäume, die an der Straße „Zur kleinen Moorweise“ privat vor einem Grundstück auf Gemeindeland gepflanzt worden waren (wir berichteten im Juni 2016).

Update vom 17. März 2017: Riede - Dazu teilt die Gemeindeverwaltung jetzt in einer Presseerklärung Folgendes mit: „Nach mehreren Gesprächen hat sich die Gemeinde Riede nun mit den Anwohnern, die die Bäume gepflanzt hatten, einvernehmlich verständigt. Eine gerichtliche Auseinandersetzung konnte somit abgewendet werden. Die vor deren Grundstück auf Gemeindegrund stehenden Bäume werden auf Linie der anderen in der Straße stehenden Gehölze zurückgesetzt.

Es handelt sich dabei um fünf Kugelahornbäume und kleinere Buchsbäume, welche die Anwohner des angrenzenden Grundstücks vor mehreren Jahren dort gepflanzt haben.

Seit dem Frühjahr letzten Jahres hatte es dabei unterschiedliche Standpunkte zwischen den Anwohnern des Grundstücks und dem Gemeinderat Riede gegeben. Die Gehölze werden von den Anwohnern als Schenkung der Gemeinde Riede überlassen und gehen nun in den Besitz der Gemeinde über. Der Bauhof wird das Umpflanzen übernehmen. 

Diese Arbeiten werden am kommenden Montag durchgeführt. Die Pflege wird dann der Gemeinde obliegen, den Anwohnern wird allerdings gestattet, anstelle der Gemeinde die erforderlichen Pflegearbeiten auch selbst durchzuführen. 

Gemeindedirektor Harald Hesse bedauerte, dass es zu dieser Auseinandersetzung gekommen ist. Die betroffenen Anwohner hatten sich nämlich darauf berufen, aus dem Rathaus in Thedinghausen das Einverständnis zur vorgenommenen Pflanzung erhalten zu haben. „Die Anwohner sind aufgrund eines Zeitungsartikels vom 11. Juni in der Thedinghäuser Zeitung außerdem zu Unrecht negativ dargestellt worden ‘‘, so Gemeindedirektor Hesse. Er teilte mit, dass er sich bei den Anwohnern des Grundstücks entschuldige und den entstandenen Ärger ausdrücklich bedauere.“

Original-Artikel vom 10. Juni 2016: Zweifellos sehen die Buchsbäume und Büschchen vor dem Haus gepflegt und ordentlich aus. Doch stehen sie eindeutig auf öffentlichem Grund und ziemlich dicht am Rand der Straße „Zur kleinen Moorweide“ in Felde.

Einstimmig entschied daher der Rieder Gemeinderat am Donnerstag auf seiner Sitzung im Felder Gasthaus Schierloh, dass diese Gewächse von den Eigentümern zurückversetzt werden müssen.

Werner Hasemann (SPD) hatte das am nachdrücklichsten gefordert. Hier sei öffentliches Eigentum einfach in Besitz genommen worden, machte er deutlich. Die meisten Bürger wüssten, wo ihre Grenzen lägen, aber offenbar manche nicht.

An anderen Straßen werde so etwas auch geduldet, und sie hätten vor ein paar Jahren telefonisch von der Samtgemeindeverwaltung die Erlaubnis erhalten, an dieser Stelle die Bäume zu setzen, hatten die betreffenden Anwohner in einer schriftlichen Stellungnahme betont.

Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse wusste von einer solchen Erlaubnis nichts, die allerdings vor seiner Amtszeit erteilt worden sein müsste.

Außerdem seien ungeahnte Verstöße anderswo kein Argument. Wenn er wegen Überschreiten des Tempolimits von der Polizei zur Kasse gebeten werde, helfe es ihm auch nichts, wenn er auf andere hinweise, die nicht erwischt und bestraft würden, meinte Hasemann. Gegen Landwirte, die mit Hilfe des Pfluges ihre Ackerflächen immer weiter ausdehnen, werde im Übrigen auch vorgegangen.

Außerdem wurde angeführt, dass wegen des durch die Pflanzungen verengten grünen Seitenraums größere landwirtschaftliche Fahrzeug fast nicht mehr aneinander vorbeikämen und Kinder auf dem Wege zur Schule an der betreffenden Stelle kaum Ausweichmöglichkeiten vor Autos hätten.

Nicht jetzt sofort in der Haupt-Vegetationsperiode, aber vielleicht im Herbst und spätesten Anfang April kommenden Jahres müssten die Buchsbäume umplatziert werden, beschloss der Rat am Ende. Das sei eine für alle Seiten tragbare Lösung, und die Bäume sollten ja nicht ganz verschwinden, sondern erhalten bleiben, hatte Harald Lochte (SPD) noch hervorgehoben.

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