Unerwartete Zusatzarbeiten an der Ueser Brücke

Autofahrer brauchen weiter viel Geduld

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Der Radweg auf Thedinghauser Seite: Dieser Bauabschnitt bringt die meisten Verzögerungen mit sich.

Thedinghausen/Achim - Eigentlich hätte die einseitige Sperrung der Ueser Brücke im Zuge der Landesstraße 156 von Thedinghausen nach Achim schon Anfang Juli aufgehoben werden sollen.

Doch daraus wurde nichts und in nächster Zeit ist auch nicht mit einer Verbesserung der Verkehrssituation zu rechnen. Es wird weiter an der Brücke beziehungsweise den Auffahrten gebaut.

Wie Werner Fricke von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStV) auf unsere Nachfrage erklärte, sei sogar mit einer einseitigen Ampelregelung bis Ende September zu rechnen. Es seien unerwartete zusätzliche Arbeiten erforderlich gewesen. 

Das gelte besonders für den Bereich der Brückenauffahrt auf Thedinghauser Seite. Neben der großen Stützwand aus Beton, die neben dem Radweg bereits in die Erde „gepflanzt“ worden war, wurde noch die Installation einer zweiten stählernen Spundwand am Fuß der Böschung (Richtung Bootsportverein) nötig. Andernfalls hätte aufgrund der Bodenbeschaffenheit die Gefahr bestanden, dass die Böschung sich senken und abrutschen kann.

Regnerisches Wetter sorgt auch für Verzögerungen

Hinzu kämen, so Fricke, weitere kleinere zusätzliche Arbeiten, die nicht eingeplant waren. Auch das regnerische Wetter spiele eine Rolle, da bestimmte Beschichtungsarbeiten des Radweges nur bei länger anhaltendem trockenen Wetter möglich seien.

Vorbeifahrende Autofahrer hatten uns in letzter Zeit immer wieder darüber berichtet, dass auf der nicht unwichtigen Baustelle nur sehr wenig Betrieb herrsche. Im Klartext: Es könnte schneller gehen, wenn nur genügend Geräte und Personal zum Einsatz kämen.

Dazu Auftraggeber Werner Fricke. „Das Landesvergabegesetz, dem wir als Landesbehörde unterliegen, sieht keine Vertragsstrafen für verspätete Fertigstellung oder zu ‘langsames’ Arbeiten vor. Uns sind die Hände gebunden, weil wir kein Druckmittel haben.“

Die Arbeiten sind nach entsprechender Ausschreibung an eine Firma aus Magdeburg vergeben worden.

Massive Staus zu Stoßzeiten

Nach derzeitigem Stand werden sich die Autofahrer also noch eine Weile in Geduld üben müssen. Dies ist umso ärgerlicher, als dass die Frequentierung der L 156 indirekt auch durch die Großbaustelle auf der A 1 im Bereich Weyhe und die Sperrung der Kreisstraße zum Weserübergang Intscheder Wehr erhöht wird. 

Das führt besonders in Stoßzeiten zu massiven Staus und Behinderungen, die weit über die Krinke-Kurve in Werder oder die Ueser Kreuzung in alle Richtungen hinaus reichen.

Die Kosten für die Gesamtbaumaßnahme erhöhen sich durch die zusätzlichen Arbeiten um rund 200.000 Euro auf dann rund 800.000 Euro.

Eine gute Nachricht hat Werner Fricke zum Schluss aber noch parat. Demnach ist nicht damit zu rechnen, dass es im Zuge der Bauarbeiten noch einmal zu einer Vollsperrung der Brücke kommen wird.

sp

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