Zwei Verletzte mit Atemwegsreizungen im Krankenhaus

Austritt von Salzsäure in Thedinghausen

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Die Einsatzkräfte werden vor der Firma in Thedinghausen von den Chemikalien gereinigt.

Thedinghausen - In Thedinghausen ist es an der Straße Am Heidekamp zu einem Austritt von Salzsäure gekommen. Anwohner in diesem Bereich wurden am Freitagmorgen dringend gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bei dem Straßenbauunternehmen Rolasphalt kam es aus bisher unbekannter Ursache gegen 7.30 Uhr zu einem Leck an einem Salzsäure-Behälter, teilt ein Sprecher der Polizei Verden mit. Insgesamt waren 3500 Liter der Chemikalie in dem Gefäß gelagert. Rund 500 Liter sind ausgelaufen, wurden allerdings in einer dafür vorgeschriebenen Wanne aufgefangen, sodass Umweltschäden verhindert wurden. Der Behälter ist mittlerweile wieder dicht.

Da schädliche Dämpfe von der flüssigen Salzsäure ausgegangen sind, hat die Polizei über Lautsprecher die Anwohner in den etwa 20

anliegenden Häusern dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mitarbeiter der zwei direkt angrenzenden Firmen wurden evakuiert. Die Zahl der evakuierten Personen lag im unteren zweistelligen Bereich. Insbesondere bei an Asthma erkrankten Personen besteht das Risiko von Atemwegsreizungen, erklärt der Polizeisprecher.

Nachdem die Feuerwehr Messungen durchgeführt hatte, stand allerdings fest, dass durch die Salzsäuredämpfe nur der direkte Bereich um den Tank betroffen war. Eine unmittelbare Gefahr für die Anwohner und die Mitarbeiter der angrenzenden Firmen bestand zu keinem Zeitpunkt.

Drei Männer erlitten durch die austretende Chemikalie Atemwegsverletzungen. Zwei Personen hielten sich direkt in der Nähe des Lecks auf und versuchten dort den Fehler zu beheben. Sie wurden in ein Bremer Krankenhaus gebracht.

Später meldete sich noch eine dritte Person bei den Einsatzkräften. Der Mann war im Laufe des Tages auf Montage, hielt sich aber zuvor auch im direkten Umfeld der Leckage auf. Auch dieser Mann wurde vorsorglich zur Beobachtung in das Krankenhaus gebracht. Alle drei Männer sind Arbeiter der betroffenen Firma.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte bei der Installation einer neuen Pumpe an dem Tank eine Schraube, die einen Flansch mit der Pumpe verbindet, nicht sachgerecht angezogen worden sein. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.

Die Halle wurde zunächst gesperrt, da die Salzsäuredämpfe sich auf Gegenständen niederschlagen haben. Dieser Niederschlag muss durch eine Spezialfirma entfernt werden.

hh/jom

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