Ausschuss steht dem Neubau eines Sportlerheimes wohlwollend gegenüber

Finanzierung nicht so einfach

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Der Jugend- und Sportausschuss nahm das alte TSV-Heim mit Blick auf einen Neubau in Augenschein.

Thedinghausen - Die Sanierung oder sogar ein Neubau des TSV-Sportlerheimes auf dem Eyter-Sportplatz rückt näher – ist aber von den politischen Gremien noch nicht endgültig beschlossen.

Im Jugend- und Sportausschuss, der das Gebäude jetzt in Augenschein nahm, herrschte schon einmal eine wohlwollende Grundstimmung. Schon 2013 war sich der Bauausschuss der Gemeinde einig: Eine Sanierung des TSV Heim kommt kaum in Frage. Auch jetzt sah der Sportausschuss wieder Risse, Schimmelbefall und notdürftige Reparaturen. Das soll kein Dauerzustand bleiben.

Außerdem gibt es nur zwei Kabinen. Durch den Frauenfußball in Thedinghausen müssen aber auch entsprechende Umkleidemöglichkeiten für die Damen vorgehalten werden. Auch für Schiedsrichter ist nichts entsprechendes vorhanden.

Die Fußballabteilung (speziell Heiner Schröder) und der Vorstand (speziell Kassenwart Jörg Humpich) haben sich über eine Finanzierung eines möglichen Neubaus Gedanken gemacht.

Dieser würde rund 500 000 Euro kosten. Einen Entwurf mit sechs Umkleideräumen und drei Duschen, Schiriraum, Toiletten und Mehrzweckraum wurde vorgelegt. Bei allen gerechneten denkbaren Zuschüssen müsste der TSV noch 100000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen. Dazu ist man auch bereit. Dazu kämen Eigenleistungen. Die Gemeinde müsste, so die TSV-Vorstellungen, rund 250 000 Euro beisteuern. Zuschüsse durch Kreis und Land (KSB, LSB) müssten das Geld für die Restfinanzierung erbringen.

Am 2. Juni findet in Thedinghausen eine Ratssitzung statt. Bis dahin soll das Thema in den Parteien beraten werden. Heiner Schröder stellte sich zur Verfügung, den einzelnen Fraktionen das Konzept noch einmal vorzustellen, denn der TSV möchte bis zum 30. August schon konkrete Angebote einreichen, um an die Fördergelder zu kommen. 2016 und `17 müsste gebaut werden. Zum Hintergrund: Die Gemeinde ist Eigentümer des Gebäudes (nicht der TSV). Das Heim steht auf dem Grund der Braunschweigstiftung (Erbpacht).

Eine Sanierung stand während der Ausschusssitzung als Alternative im Raum. Eine gerechnete Sanierung des Gebäudes, um es voll nutzbar zu machen, würde ohne Wärmedämmung rund 300000 Euro kosten – dann aber ohne Mehrzweckraum. Dieser wäre in einem Neubau vorhanden und würde vor allem für den Präventionssport genutzt werden – auch um Einnahmen für den TSV zu bringen, um die Finanzierung und Vorfinanzierung stemmen zu können.

Ausschussvorsitzender Thomas Metz zu den TSV-Vertretern: „Ihr habt schon gute Arbeit gemacht, ich kann aber nicht für alle sprechen, deswegen geht es in die Fraktionen und in den Rat.“

Denn ganz so einfach ist die Sache nicht. Unklar ist noch, welche Zuschüsse genau fließen würden und welche Sponsoren „angezapft“ werden können. Es stellt sich auch die Frage, ob es nicht etwas billiger geht.

Es wird also spannend am 2. Juni.

ha

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