Weserdeiche im Landkreis Verden

Wichtig im Deichverteidigungskonzept

Hier geht es richtig zur Sache: Der Osterfeldweg in Intschede-Reer wird neu aufgebaut, nachdem er im Zuge von Deichbauarbeiten kaputt gefahren wurde und künftig auch schweren Fahrzeugen im Zuge der Deichverteidigung standhalten soll.
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Hier geht es richtig zur Sache: Der Osterfeldweg in Intschede-Reer wird neu aufgebaut, nachdem er im Zuge von Deichbauarbeiten kaputt gefahren wurde und künftig auch schweren Fahrzeugen im Zuge der Deichverteidigung standhalten soll.

Blender – Von 2010 bis 2020 wurden die linksseitigen Weserdeiche im Landkreis Verden in der Gemeinde Blender von Intschede über Ritzenbergen, Amedorf bis einschließlich der Ortslage Oiste unter der Regie des Mittelweserverbandes auf einer Länge von rund 9,6 Kilometer ertüchtigt – das heißt, auf den neuesten Stand der Hochwassersicherung gebracht (wir berichteten mehrfach).

Das Material hierfür, Sand und Kleiboden, wurde aus einer Abbaufläche in Reer entnommen. Wie Peter Neumann, Geschäftsführer des Mittelweserverbandes erklärt, soll die Fläche rekultiviert werden. Neumann: „Unter anderem soll diese Bodenentnahmestelle als Kompensation im Rahmen der Eingriffsregelung für den Deichbau entwickelt werden.“

Teile der rund 8,6 Hektar großen Fläche wurden bereits zu einem Feuchtbiotop mit naturnahen Uferstrukturen entwickelt.

Doch nicht nur die Natur außendeichs in Reer hat gelitten. Auch die Zufahrtsstraßen, über die insgesamt eine vierstellige Zahl von 30-Tonnen-Schleppern mit dem Deichbaumaterial fuhren, sind reichlich ramponiert worden. Darum werden jetzt auch diese Wege wieder auf Vordermann gebracht. Der Osterfeldweg in Reer, der vom Reerer Damm zum Weserdeich führt, wird deswegen derzeit auf rund 1,5 Kilometern Länge ausgebaut. Da diese Strecke im Deichverteidigungskonzept des Mittelweserverbandes als Hauptzuwegung ausgewiesen ist, wird hier sogar ein besonderes Kaliber angelegt – und zwar für Schwerlastverkehr bis zu 60 Tonnen. Die drei Meter breite Fahrbahn wird zudem beidseitig mit befestigten Randstreifen ergänzt.

Außer dem Osterfeldweg wird in gleicher Bauweise der Nordfeldweg in Oiste auf knapp 500 Metern Länge wieder hergestellt. Auch dieser Weg dient somit bei einer Bedrohung durch Hochwasser als Zufahrt für alle schweren Gerätschaften, die gegebenenfalls in einem derartigen Notfall benötigt werden.

Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund eine Millionen Euro, die über den Mittelweserverband finanziert werden. Darum profitiert auch die Gemeinde Blender, denn sie erhält „umsonst“ zwei lange haltbare Top-Straßen, die sie sonst irgendwann in Eigenregie hätte ausbauen lassen müssen.

Die Deichertüchtigungsarbeiten in der Gemeinde Blender finden damit auf absehbare Zeit ihr Ende. Letzte Aussage von Peter Neumann: „Die Deiche sind sicher.“

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