Heimatverein der Samtgemeinde feiert 25-jähriges Bestehen

„Aus Einzelkämpfern wurde ein Verein“

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Der Vorstand sowie einige Gründungsmitglieder des Heimatvereins der Samtgemeinde Thedinghausen vor ihrem Museum.

Thedinghausen – Aus Anlass des 25-jährigen Vereinsjubiläums hatte der Heimatverein der Samtgemeinde Thedinghausen zu einem Empfang in den Renaissancesaal des Erbhofes eingeladen. Neben den geladenen Ehrengästen von befreundeten Heimatvereinen aus der näheren Umgebung sowie örtlichen Nachbarvereinen war Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse Ehrengast des Empfangs.

Ganz besonders wurden die noch lebenden 14 Personen begrüßt, die damals von 36 Anwesenden das Gründungsprotokoll im Sommer 1994 mit unterschrieben hatten. Dazu kamen noch zehn Mitglieder, die im Gründungsjahr dem Verein beigetreten waren. „Ihr hab heute silberne Hochzeit“, sagte Harald Hesse in seinen Grußworten. „Und was ist daraus geworden? Ein Heimatverein nicht nur für die Gemeinde Thedinghausen, sondern für die ganze Samtgemeinde.“

Hesse musste aber auch eingestehen, dass jede Ortschaft schon ihre eigene Geschichte hat und der Kern sich auf Thedinghausen konzentriert. „Aber: Das Gestalten von Heimat bedeutet, das Gewesene aufzuarbeiten, damit man die Gegenwart gestalten kann und für die Zukunft gerüstet ist“, so definierte Hesse die Arbeit eines solchen Vereins, der sich mit der Heimatkunde beschäftigt.

Die vollständige Chronologie des Vereins skizzierte Vorsitzender Klaus-Dieter Schneider in einem Vortrag, der mit Fotos aus den letzten Jahren illustriert wurde. „Aus vielen Einzelkämpfern, ist ein Verein geworden“.

Karsten Wilkens wurde seinerzeit zum ersten Vorsitzenden gewählt und sein Nachfolger erzählte, dass 60 Mark als Jahresbeitrag für jedes Mitglied zunächst als zu teuer empfunden wurde, es dann aber einfach so gelassen wurde. „Gut so, denn was der Verein in der Zwischenzeit geschaffen und investiert hat, wäre sonst nicht möglich gewesen“, erinnerte Schneider und war stolz, ohne Zuschüsse ausgekommen zu sein. „Dazu haben auch die vielen Publikationen beigetragen, die wir herausgebracht haben.“

Ein örtliches Fachwerkhaus sollte damals das neue Domizil des Vereins werden. Die Gemeinde hatte auch einen Platz vor dem alten Amtsgericht an der Eyter zur Verfügung gestellt. „Der Wiederaufbau hätte fast eine Million gekostet und das wollten wir den Mitgliedern nicht antun“, zeigte sich Schneider heute froh über die Entscheidung, das Radeksche Fachwerk zu verkaufen. Eine feste Bleibe hat der Verein inzwischen in einer Remise, einem alten Wagenschuppen, auf dem Erbhofgelände gefunden.

Der damalige Samtgemeindebürgermeister Gerd Schröder war treibende Kraft und Hilfe bei bürokratischen Hürden, um die Remise umzubauen. Inzwischen sind dort vier Ausstellungsräume mit Versammlungs- und Vortragsraum entstanden. Das Museum wird von vielen Gästen besucht. Der neueste Raum wurde erst Anfang des Jahres offiziell seiner Bestimmung übergeben.

So viel Arbeit bedeutet immer sehr viel ehrenamtliches Engagement von Mitgliedern. Die Feierstunde nutzte Schneider, um mit Helmrich Busch und Udo Fischer die fleißigsten Bastler, Arbeiter, Ideengeber und Macher herauszupicken und mit einem kleinen Präsent zu ehren. Für langjährige Mitglieder gab es keine Vereinsnadel oder Urkunde (so ein Versammlungsbeschluss). Sie wurden trotzdem aufgerufen und zumindest für ein Erinnerungsfoto postiert, das dann auch ins Archiv wandert.  

ha

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