Bärbel Beckers Tiere suhlen sich im Blumenbeet / Praktische Tipps für Halter

Auch Hühner lieben Sand und Sonne

Klassisches Komfortverhalten: Henne und Hahn liegen gemeinsam im Sandbad. Foto: HA

Morsum – Jeden noch so kleinen Sonnenstrahl machen sich zurzeit die Hühner zunutze – das lässt sich bei den perlgrauen Deutschen Zwerghühnern von Bärbel Becker beobachten: Hahn und Hennen nehmen im Blumenbeet im Garten in Morsum ausgiebige Staubbäder. Komfortverhalten nennt man dies in der Sprache der Hühnerzüchter. In ähnlicher Weise wälzen sich auch Pferde oder sogar Hamster gerne auf sandigen Untergründen. Besonders ausgeprägt ist das Sandbaden aber bei Bodenvögeln. Das Sandbad ist für Hühner wie das Duschen für die Menschen: Es dient der Körperpflege.

Möchten Hühner sandbaden, so scharren sie zunächst kräftig an der geplanten Stelle und lassen sich dann, den Körper hin und her wackelnd, in ihre Kuhle nieder. Das Gewackel zielt übrigens nicht darauf ab, den Bauch zu schubbern, sondern möglichst viel Staub aufzuwirbeln. Fleißig die Flügel abgespreizt, können sich die feinen Staubpartikel im gesamten Gefieder verteilen. Anschließend wird der Staub durch kräftiges Schütteln des Körpers wieder entfernt und das Gefieder ausgiebig geputzt. Bei dieser Maßnahme werden dann auch gleichzeitig die Parasiten, die sich zuvor an den aufgewirbelten Sandpartikeln festgehalten haben, mit abgeschüttelt. Eine geschickte Strategie, um sich von Lästlingen wie Federlingen oder Federmilben zu befreien.

Bärbel Beckers Zwerghühner haben es sich im sandigen, trockenen Blumenbeet gemütlich gemacht. Ist kein Sandbad vorhanden, so legen sich die pfiffigen Tierchen dieses übrigens einfach selber an, indem sie eine Kuhle in den Boden scharren, die sogenannte Huderkuhle. Meistens findet diese Eigenbaumaßnahme des Huhns allerdings dort statt, wo der Halter es so gar nicht geplant hatte. Besser der Hühnerhalter beugt vor, mit einer Sandkiste. „Aber in unserem großen Garten richten meine vier Zwerghühner keinen schweren Schaden an, also lasse ich sie gewähren und erfreue mich daran, dass sie sich wohlfühlen“, sagt die Züchterin.

Möchte man seine Hühner nicht im Blumengarten haben, ist das durchaus verständlich: Die Tiere kratzen nun mal für ihr Leben gerne und suchen dabei den Boden nach allerlei Fressbarem ab. Dabei können sie Schaden an Blumen oder Kräutern anrichten. Um dem vorzubeugen, kann der Hühnerhalter die Vögel in einer Voliere halten, die mit einer Sandkiste ausgestattet ist.

Ein Sandbad für Hühner selbst anzulegen erfordert kein hohes handwerkliches Geschick: Es ist vollkommen ausreichend, ein etwa 40 Zentimeter tiefes, gut einen Quadratmeter messendes Loch an die vorgesehene Stelle zu graben und dieses wieder mit feinem Sand zu füllen.

Wer sich über den passenden Standort noch nicht so sicher ist und sich fragt, ob der Platz den Hühnern genehm ist, der sollte sich vielleicht die Mühe machen, ein mobiles Sandbad anzulegen. Dazu eignet sich am besten eine Holzkiste, die sich ohne Probleme befüllen und entleeren lässt. Sandkästen für Kinder, so genannte Muscheln, sind unter Hühnerhaltern sehr beliebt. Bei künstlichen Sandbädern empfiehlt es sich, einen kleinen Regenschutz darüber zu bauen, damit der Sand auch schön trocken bleibt.  ha

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