Kreisjägerschaft: Projekte im Revier Thedinghausen-Eißel präsentiert

Auch Eisvogel entdeckt: Biotopverbund wächst

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Start und Ziel für 50 Gäste der von der Kreisjägerschaft organisierten Revier-Rundfahrt war die historische Rathausscheune.

Thedinghausen - Von Joachim Behr. Eine Vielfalt von Projekten präsentierte die Jägerschaft des Landkreises Verdenauf auf einer überaus interessanten Hegerundfahrt im Revier Thedinghausen-Eißel.

Ein leuchtendes Blühstreifenfeld fand viel Beachtung. 

50 Gäste waren eingeladen. Vom Treffpunkt Rathausscheune in Thedinghausen aus ging es mit drei Traktorengespannen auf die zweieinhalbstündige Tour. Zunächst hatte Jürgen Luttmann, 1. Vorsitzender der Kreisjägerschaft, die Gäste herzlich begrüßt. Darunter waren zahlreiche Unterstützer und Sponsoren wie Geschäftsführer Karsten Behr von der Bingostiftung, die als nachhaltigster Unterstützer nach dem Landkreis gilt.

Christian Marquardt von der Landwirtschaftskammer-Außenstelle Verden, die die Blühstreifen-Projekte fördert, Ralf Radeke und Henning Struckmann von der Kreissparkasse und Mathias Knaak vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg fuhren ebenfalls mit. Außerdem Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse, der stellvertretende Landrat Axel Rott, Kreislandwirt Jörn Ehlers sowie Vertreter der Kreis-verwaltung und Naturschutzbehörde. Kreisjägermeister Hilmer Kruse fehlte nicht.

Jürgen Luttmann erläuterte Aufgaben der Jägerschaft beim Arten- und Naturschutz sowie speziell Finanzierung, Abwicklung und Terminierung der Maßnahmen im Rahmen des Verdener Hegefonds. Luttmann betonte: „Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen unseres Wildes und vieler weiterer Arten ist Grundlage des jägerischen Selbstverständnisses. Dafür wurde 2007 auch der ‚Verdener Hegefonds‘ im Landkreis entwickelt. Vorrangiges Ziel dieser Initiative ist die Vernetzung von Lebensräumen, um einen Biotopverbund herzustellen.“ Hegeringleiter Heinz-Dieter Bargmann erläuterte die Projekte jeweils vor Ort.

Zuvor hatten die Jagdhornbläser mit Signalen die Abfahrt der Gespanne angekündigt. Es hieß „aufsitzen“. Erste Station war an der Eyter, wo ein großräumiges Kompensationskonzept zusammen mit dem Land Bremen zur Renaturierung läuft, kombiniert mit Heckenanpflanzungen und Stilllegungsflächen. Hier wurde auch ein Eisvogelpärchen gesichtet.

Im Bereich des Schöpfwerkes und der Kläranlage in Eißel zeigten sich anschließend Huder- und Blühstreifen. Eine große Streuobstwiese der Baumschule Schröder, das Adelige Holz und die Westerwisch erlangten ebenfalls viel Aufmerksamkeit.

Eine Hecke in der Nähe des Baumparks am Erbhof, die gemeinsam mit Schülern der 6. Gudewill-Schulklasse angepflanzt wurde, fand genauso großes Interesse, bevor dann wieder die Rathausscheune erreicht wurde.

Es war ein unvergesslicher Nachmittag. Alle Gäste wurden als Abschluss zum Grillfest mit Spezialitäten vom Wild eingeladen.

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