Rat beschließt: Private Bäume zurücksetzen

Anwohner in die Grenzen verwiesen

Eindeutig auf öffentlichem Grund und zu dicht am Straßenrand stehen diese Bäume, befand der Rieder Gemeinderat. - Foto: Laue

Riede - Zweifellos sehen die Buchsbäume und Büschchen vor dem Haus gepflegt und ordentlich aus. Doch stehen sie eindeutig auf öffentlichem Grund und ziemlich dicht am Rand der Straße „Zur kleinen Moorweide“ in Felde.

Einstimmig entschied daher der Rieder Gemeinderat am Donnerstag auf seiner Sitzung im Felder Gasthaus Schierloh, dass diese Gewächse von den Eigentümern zurück versetzt werden müssen.

Werner Hasemann (SPD) hatte das am nachdrücklichsten gefordert. Hier sei öffentliches Eigentum einfach in Besitz genommen worden, machte er deutlich. Die meisten Bürger wüssten, wo ihre Grenzen lägen , aber offenbar manche nicht.

An anderen Straßen werde so etwas auch geduldet, und sie hätten vor ein paar Jahren telefonisch von der Samtgemeindeverwaltung die Erlaubnis erhalten, an dieser Stelle die Bäume zu setzen, hatten die betreffenden Anwohner in einer schriftlichen Stellungnahme betont.

Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse wusste von einer solchen Erlaubnis nichts, die allerdings vor seiner Amtszeit erteilt worden sein müsste.

Außerdem seien ungeahnte Verstöße anderswo kein Argument. Wenn er wegen Überschreiten des Tempolimits von der Polizei zur Kasse gebeten werde, helfe es ihm auch nichts, wenn er auf andere hinweise, die nicht erwischt und bestraft würden, meinte Hasemann. Gegen Landwirte, die mit Hilfe des Pfluges ihre Ackerflächen immer weiter ausdehnen, werde im Übrigen auch vorgegangen.

Außerdem wurde angeführt, dass wegen des durch die Pflanzungen verengten grünen Seitenraums größere landwirtschaftliche Fahrzeug fast nicht mehr aneinander vorbeikämen und Kinder auf dem Wege zur Schule an der betreffenden Stelle kaum Ausweichmöglichkeiten vor Autos hätten.

Nicht jetzt sofort in der Haupt-Vegetationsperiode, aber vielleicht im Herbst und spätesten Anfang April kommenden Jahres müssten die Buchsbäume umplatziert werden, beschloss der Rat am Ende. Das sei eine für alle Seiten tragbare Lösung, und die Bäume sollten ja nicht ganz verschwinden, sondern erhalten bleiben, hatte Harald Lochte (SPD) noch hervorgehoben . - la

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