Vogel-Kolonie im Rathauspark passt nicht in die Umgestaltungs-Planungen

„Antibabypille“ für Krähen?

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Die Krähen haben es sich im Rathauspark gemütlich gemacht (Bild von Mitte April). Das Laub in den Bäumen ist mehr geworden, die Nester auch. Das Problem soll jetzt angegangen werden.

Thedinghausen - Anfang Juni wird sich der Bauausschuss mit der Umgestaltung des Thedinghauser Rathausparkes beschäftigen. Das zentral gelegene Areal, derzeit kaum frequentiert, soll attraktiver werden.

Doch eigentlich ist die ganze Ausschuss-Sitzung in dieser Sache hinfällig, solange die derzeitigen Hauptbewohner des Rathausparks dort noch ihr Domizil haben: Krähen.

Saatkrähen stehen unter Naturschutz

Wie in vielen anderen Kommunen auch hat sich im Rathauspark eine größere Kolonie eingenistet. Ein Spaziergang im Park oder eine Ruhepause auf einer der Bänke ist derzeit nicht völlig ungefährlich. Es könnte Schiet von oben regnen. Viele Anwohner fühlen sich von Gekrächze und vom Vogeldreck gestört oder genervt. Auch der Kindergarten, ganz in der Nähe auf der anderen Straßenseite, liegt in der Einflugschneise der Saatkrähen, die streng unter Naturschutz stehen. Sie zu entfernen ist also nicht so einfach.

Auf dieser Bank wird sicher kein Parkbesucher rasten.

Auch Bürgermeister und Rathaus-Hausherr Harald Hesse, dessen Bürofenster zum Rathauspark hin liegt, ist auf das Problem aufmerksam geworden. Er hat Kontakt mit der zuständigen Naturschutzbehörde des Landkreises aufgenommen, um zu erörtern, wie man das Problem angehen könnte. Soviel steht fest: Völlig werden die Nester nicht entfernt werden können. Abschießen ist sowieso verboten. Auch eine Vergrämung von dieser Stelle macht keinen großen Sinn, weil die schlauen Tiere dann wenig später in geballter Formation an anderer Stelle im Ort wieder auftauchen – ein Dominoeffekt.

Bestand reduzieren ohne den Tieren Schaden zuzufügen?

In einer Ratssitzung war von Ratsfrau Gabriele Artelt-Marquardt (UBL) bereits angeregt worden, sich einmal nach einer „Antibabypille“ für Krähen zu erkundigen, um die die Population zu verringern.

Mit den Experten des Landkreises will Verwaltungschef Hesse in Kürze eine Ortsbesichtigung vornehmen, um dann gemeinsam eine Lösung erarbeiten zu können, mit der zumindest die Zahl der schwarzen Flieger, die sich derzeit voll im Brutgeschäft befinden, zu erreichen.

sp

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