Mit drei Traktorgespannen unterwegs

Ackerbau, Viehzucht, Biotope, Hofladen und mehr

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Beim ersten Halt auf dem Hof Kruse im Strahmweg in Bahlum erfuhren die Teilnehmer der Landvolk-Feldrundfahrt viel über Schweine- und Milchviehhaltung sowie Biogas.

Thedinghausen/Emtinghausen - Auf eine herrliche Feldrundfahrt durch die Gemarkung der Gemeinde Emtinghausen begaben sich mit drei Traktorgespannen rund fünfzig geladene Gäste aus der Samtgemeinde-Politik, Gesellschaft und der Landwirtschaft am vergangenen Freitagnachmittag.

Sie alle waren aus dem Bezirk Thedinghausen vom Landvolk-Kreisverband Mittelweser eingeladen worden. Treffpunkt war der Busbahnhof in Emtinghausen und Detmer Rippe, Sprecher des Bezirkes Thedinghausen, hieß alle Gäste willkommen, darunter die SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth, Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse, die Landfrauen-Kreisvorsitzende Annameta Rippich, Hegeringleiter Dettmar Frese und Pastorin Birgit Bredereke, Riede. Der Landvolk-Vorsitzende Christoph Klomburg war leider verhindert.

Detmer Rippe erläuterte den Gästen dieses lockere Treffen, um Höfe zu zeigen und die Feldmark zu präsentieren. Dann hieß es „Aufsitzen“, an Bord befanden sich jeweils Getränke und ein Blech Butterkuchen. Auf Wagen zwei erzählte der Bürgermeister der Gemeinde Emtinghausen, Gerold Bremer den Mitfahrern so einiges aus der Gemeinde, in der über 1400 Bürger wohnen und über manches, was links und rechts der Straßen zu sehen war und wuchs. 

Auch ein Besuch des Mehrgenerationen-Spielplatzes in Emtinghausen durfte nicht fehlen.

Über die Syker Straße und Im Blankenwater sowie Heerenkamp führte der Weg zum ersten Besichtigungspunkt auf den landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb von Hilmer Kruse am Strahmweg, der auch das Amt des Kreisjägermeisters Verden innehat.

Während seine Frau Anne Winter-Kruse zwischendurch auf dem Hof eine Runde selbstgemachten Johannisbeerlikör ausschenkte, führte Sohn und Hofnachfolger Jan-Hein durch den Betrieb mit Schweine- und Milchviehhaltung sowie einer Biogasanlage, die rund 2,1 Millionen Kilowattstunden jährlich liefern. 

Jan-Hein schmunzelte: „Man macht aus Scheiße Gold.“ Außerdem gehört zum Betrieb noch ein zugepachteter Hof, überwiegend mit Schweinemasthaltung. Hilmer Kruse wies später auf die Blühstreifen an den Feldrändern und Biotope hin, um den Bienen und anderen Insekten eine Nahrungsgrundlage zu geben. Die Strecke führte weiter zum Fladenweg ins Eyterbruch.

Eyter: Ein Biotop in Vollendung

Hier wies Peter Neumann vom Mittelweserverband auf die Gewässerrenaturierung der Eyter hin, die im Grenzgebiet Emtinghausen-Schwarme eine äußerst beeindruckende große Fläche einnimmt. Ein Biotop in Vollendung, eine herrliche Wasserlandschaft fanden auch die vielen Mitfahrer. Hier und da hoppelte mal ein Hase, dort liefen Rehe, hier zeigte sich die perfekte Natur.

Die Tour führte zur Bremer Straße und kurz darauf auf die Dorfstraße und zur Deichstraße zum Demeter-Biohof der Familie Heinrich und Rita, sowie Stefan und Barbara Schumacher. Hier erfuhren die Besucher von Stefan Schumacher etwas über die Entwicklung des Bio-Betriebes. In zahlreichen langen Folientunneln werden Bio-Kräuter und Bio-Gemüse sowie Feingemüse auf Freiland angebaut. 

Der Demeter-Betrieb mit mehreren festangestellten Mitarbeitern hält aber auch auf saftigen Weiden einige Galloway-Rinder mit Kälbern und in Freilaufgattern Schweine und Ferkel. Der Marktfruchtbaubetrieb bietet im Hofladen neben den eigenen Erzeugnissen (Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) auch Brot aus einer Steinofenbäckerei, Obst aus anderen Demeter-Betrieben und das gesamte Vollsortiment Naturkost von hochwertigen Säften, Nudeln, Obstkonserven, Tee, Dinkel- oder Weizenmehl und mehr. Darüber hinaus sind die Erzeugnisse der Familie Schumacher auch auf Märkten und in Naturkostläden erhältlich.

Zum Abschluss geht es in die Windmühle

Nach einem Betriebsrundgang folgte zum Abschluss der rund dreistündigen Feldrundfahrt noch ein Besuch des Emtinghäuser Mehrgenerationen-Spielplatzes an der Straße „Auf dem Mühlenkamp“, den Gerold Bremer den Gästen vorstellte. 

Anschließend lud Detmer Rippe die Gesellschaft dann in die historische Galerieholländer-Windmühle zu einem Spargelbüfett ein. Hier ließen sich die Tourteilnehmer noch einiges vom Innenleben der Mühle zeigen. Dieser schöne Nachmittag wurde von allen Gästen mit großem Beifall belohnt.

jb

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