Zentraler und offen für neue Kunden

Achimer Tafel zieht von Lunsen nach Thedinghausen

Haus auf der Wurth in Thedinghausen
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Ab dem 7. Oktober werden die Lebensmittel der Tafel im Haus auf der Wurth in Thedinghausen ausgegeben.

Thedinghausen – Die Achimer Tafel verlagert ihre Ausgabestelle in der Samtgemeinde, und zwar vom Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Lunsen nach Thedinghausen zum Haus auf der Wurth an der Bürgerstraße 23. Ab dem 7. Oktober können sich die Kundinnen und Kunden auch weiterhin donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr mit Lebensmitteln versorgen, die der Handel nicht mehr verkaufen will oder darf, die aber noch „gut“ sind.

Hintergrund des Umzugs ist laut dem Vorsitzenden Rainer Kunze, dass die Ausgabestelle zentraler gelegen sein soll. Schließlich würden Kundinnen und Kunden aus der ganzen Samtgemeinde kommen. Dabei fielen mitunter lange Wege an. Der Öffentliche Personennahverkehr sei auf dem Lande unzureichend. Hinzu komme aktuell die Sperrung des Radwegs nach Lunsen. „Vor allem nach dem Einkauf haben die Leute Probleme, mit den vollen Taschen Rad zu fahren“, sagt der Vorsitzende.

Der Vorstand der Achimer Tafel hat sich deshalb entschieden, die Ausgabestelle zentral nach Thedinghausen zu verlegen, das von allen Gemeinden aus besser zu erreichen ist und wo ein Großteil der Kundinnen und Kunden seinen Wohnort hat. „Außerdem erwarten wir durch diesen Umzug einen leichteren Zugang von neuen Tafelkunden, die in Thedinghausen und der näheren Umgebung ansässig sind“, so Kunze.

Denn Kapazitäten für eine vermehrte Ausgabe seien vorhanden, und zwar in vielerlei Hinsicht. Die Tafel versorge mit einem 15 Frau und Mann starken Team aus Ehrenamtlichen, die alle in der Samtgemeinde wohnen, zurzeit rund 25 Ausweisinhaberinnen und -inhaber. Und an offiziell abgelaufenen Lebensmitteln herrsche kein Mangel, so Kunze. „Jährlich werden zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen“, nennt Kunze Zahlen aktueller Studien. Vieles davon, weil das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Doch seien die Produkte deshalb ja nicht verdorben: „Niemand stirbt, wenn er einen gestern abgelaufenen Joghurt isst.“ Diesen „Wahnsinn“ könne nur der Gesetzgeber stoppen. Doch auf der anderen Seite verfüge die Tafel dadurch über ausreichend Waren, die sie an ihre Gäste verteilen könne.

Seit 2010 unterhält die Achimer Tafel ihr soziales Angebot an gespendeten Lebensmitteln für bedürftige Familien in der Samtgemeinde einmal pro Woche im Gemeindehaus in Lunsen. Wer Lebensmittel bekommen möchte, muss einen Ausweis vorzeigen. Den stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls am Donnerstag von 13.30 bis 14.30 Uhr aus. Voraussetzung ist der Nachweis der Bedürftigkeit mittels Renten- oder Grundsicherungsbescheids beziehungsweise, dass der Kunde Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist. Der Ausweis wird zu diesen Zeiten auch verlängert.

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