Ein finanzieller Akt der „Nächsten-Liebe“

Achimer Paar sammelt für Intscheder Großbrand-Opfer

Großbrand in Intschede
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Noch ist unklar, ob der Resthof in Intschede nach dem Feuer vom 1. Juni wieder aufgebaut werden kann.

Intschede – Innerhalb weniger Stunden ist alles nicht mehr so, wie es noch am frühen Morgen war: Der Brand eines Resthofs am 1. Juni in Intschede hat sechs Bürgerinnen und Bürger in sechs Haushalten Hab und Gut genommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll ein Kabelbrand Ursache des Großfeuers gewesen sein, für dessen Bekämpfung die Löschkräfte sogar eine Hausfront mit einem Bagger einwerfen mussten, um bessser an die Glutnester zu kommen.

Zum Glück konnten sich alle Bewohner der Hofgemeinde rechtzeitig retten, die Feuerwehr konnte im Verein mit dem Hausbesitzer Markus Langendorf auch noch einen Hund und eine Katze vor dem Feuertod bewahren.

Doch so plötzlich und existenziell dramatisch das Ereignis kam, so rasch sprang binnen Kurzem eine Kette der tatkräftigen Nächstenliebe an, berichtet Henning Liebe. Der Achimer ist seit vielen Jahren sehr gut mit einer der betroffenen Bewohnerinnen des Resthofs, Klaudia Pfaff, befreundet. Sie ist die Tante eines seiner Kinder. Eine ihrer vielen guten Charaktereigenschaften sei die Hilfsbereitschaft. Da war es für ihn und seine Frau Anne Liebe klar, dass es Zeit war, etwas wiederzugeben.

Schon die Nachbarn des Intscheder Resthofs an der Straße An der Aue und die Bürger aus der gesamten Gemeinde Blender hatten gleich ihre Unterstützung angeboten. Und nur wenige Häuser weiter konnten die sechs Betroffenen in einem Gebäude unterkommen, berichtet Henning Liebe, der den hilfsbereiten Mitmenschen im Namen von Klaudia Pfaff ein großes Dankeschön ausspricht.

Liebe selbst machte sich mit seiner Frau an eine monetäre Unterstützungsaktion. Denn mit allzu vielen Sachspenden über das Nötige hinaus hätten die Sechs angesichts der langfristig noch unklaren Wohnsituation nicht so viel anfangen können.

Weil er selbst schon einmal über diese Hilfsorganisation einem Bekannten geholfen hatte, kontaktierte er „GoFundMe“. Die Internet-Spendenplattform hat nach eigenen Angaben bereits mehr als acht Milliarden Euro für Hilfsprojekte aller Art gesammelt. Sie finanziert ihren Verwaltungsaufwand durch zusätzliche freiwillige Beiträge der Spender.

„Es handelt sich um eine transparente und seriöse Organisation“, versichert Henning Liebe. Zumal „GoFundMe“ die Gelder schnell auszahle, wie er weiß.

Rasche finanzielle Hilfe ist für die Opfer des Brandes elementar. Es sei ja unklar, wann die Versicherung wie viel zahle. Genauso stehe in den Sternen, ob und wann die Bewohner etwas von ihrem Hab und Gut aus dem Haus rausholen können und ob das Gebäude wieder aufgebaut werden kann.

Die Aktion bleibt übrigens kein Einzelfall: Die Classic-Tankstelle in Thedinghausen an der Syker Straße will laut Henning Liebe ab Juli für jede Autowäsche einen Beitrag für die Bewohner zur Seite legen und dann spenden.

So kann man spenden

Wer den sechs Betroffenen helfen möchte, kann das über die Spendensammelplattform „GoFundMe“ tun. Dazu gibt man im Internet folgenden Link ein: https://de.gf.me/v/c/5ft6/hilfe-6-menschen-ohne-zuhause-nach-grobrand (ohne „ß“!). Am Freitagnachmittag hatten 128 Spender schon mehr als 9 000 Euro gegeben.

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