Benefizkonzert des Heeresmusikkorps

Ein abwechslungsreicher Melodienreigen

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Vor der malerischen Kulisse des Schlosses Erbhof erlebten über 600 Besucher beim Open-Air-Konzert des Heersmusikkorps einen musikalischen Hochgenuss....

Thedinghausen - Ihre Instrumente hatten die Musiker des Heeresmusikkorps Hannover beim Open-Air-Konzert voll im Griff. Und auch der veranstaltende Erbhof-Förderverein hatte tadellose Arbeit geleistet. Aber darauf nahm das Wetter am Dienstagabend keine Rücksicht.

Ein gewaltiger Wolkenbruch platzte, gerade in der Pause, in die große musikalische Show und beendete damit das von der Kreiszeitung präsentierte Konzert, das bis dahin keine Wünsche offen ließ. Die über 600 Besucher wurden bei zunächst bestem Wetter im Erbhof-Garten mit dem Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“ eingestimmt. 

Zwar traute sich die Menge nicht, mitzuklatschen, doch die Stimmung stieg schon in den ersten Minuten merklich. Das blieb auch bei der Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppe inklusive des bekannten Reitermarsches so.

Oberstleutnant Martin Wehn, Dirigent des knapp 50 Mitglieder starken Heeresmusikkorps, hatte zu Beginn einen bunten und abwechslungsreichen Melodienreigen versprochen. Und er hielt Wort. Nahezu konträr zu Marschmusik und Operette flossen der „Tanz der Vampire“ sowie ein modern aufgemachter Charlie-Chaplin-Medley mit seinen Slapstick-Rhytmen in das Programm ein. Und beim Venezia-Marsch erlebten die vielfach an deutsche und österreichische Klänge gewöhnten Zuhörer, dass auch die Italiener schöne Märsche komponiert haben.

Durchweg Profis am Werk

Um die Musikantenschar, durchweg Profis, gemeinsam auf die „Bretter“ zu bekommen, war im Vorfeld eigens eine überdachte Zusatzbühne aufgebaut worden. Die verstärkte noch einmal den großvolumigen Klang des Orchesters mit seinen Klarinetten, Trompeten, Hörnern, Posaunen, Tubas, Schlagzeug, Pauken und mehr.

Gleichzeitig war die Akustik so ausgezeichnet, dass selbst der kleinste Triangelklang oder der leiseste Flötenton noch in der letzten Stuhlreihe sauber zu hören war.

... bis der Regen kam.

Nicht zu übersehen war der Dirigent. Mal elegant, mal leicht und dezent, ein andermal nahezu ekstatisch a‘la Wiener Neujahrskonzert – Martin Wehn verstand es, seine Musiker zu führen.

Ein leichtes Donnergrollen aus dem wolkenverhangenen Himmel mischte sich bereits in die letzte Melodie vor der Pause. Dann prasselte der Regen los. Die musizierenden Soldaten ließen sich zunächst nicht irritieren und intonierten nach der Pause den Florentiner Marsch. Doch mit dem Ende dieses Stücks zeichnete sich ab: Es geht nicht mehr. Der Germania-Marsch beendete das Konzert vorzeitig. Die Gäste akzeptierten das zu frühe Aus ohne Murren, schließlich saßen sie allesamt im Nassen und auch das Equipment der Musiker drohte in Mitleidenschaft zu geraten.

Dem guten Zweck dieses Benefizkonzertes, das im Rahmen des Gartenkulturfestivals stattfand, tat das plötzliche Ende keinen Abbruch. Die Baumparkstiftung darf sich über einen nennenswerten Zuschuss im hohen vierstelligen Bereich freuen.

Und auch Gerd Schröder, Vorsitzender des veranstaltenden Erbhoffördervereins, hatte am Ende noch Grund zur Freude. Schließlich hatten ihm die Heeresmusiker signalisiert, im nächsten Jahr wieder nach Thedinghausen kommen zu wollen.

sp

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