Modernisierung der Beppener Anlage

Aus Abfall wird eine Ressource

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Der Abfallhof in Beppen ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird er darauf ausgerichtet, dass Ressourcen geschont werden.

Landkreis - „Der Abfallhof in Beppen ist in die Jahre gekommen“, stellte Melanie Winter-Lücking fest. Die Abteilungsleiterin in der Abfallverwaltung stellte den Mitgliedern des Ausschusses für Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft gleich auch die Pläne für die Modernisierung vor. 

Die Investition von 1,6 Millionen wird allerdings nicht den Kreishaushalt belasten, sondern den in sich geschlossenen Etat der Abfallwirtschaft. Die Müllabfuhr soll jedenfalls auch 2018 nicht teurer werden.

Mit dem Projekt in Beppen sei zugleich eine Neuausrichtung verbunden, berichtete Winter-Lücking. Was einst einfach als Abfall verbuddelt wurde, wird künftig als Ressource behandelt und weitergegeben. Die Beppener Einrichtung werde die erste im Landkreis sein, die darauf ausgerichtet wird. Weitere im Kreisgebiet werden folgen, so der Plan.

Elektroschrott und andere in Haushalten anfallende Abfälle enthalten oft wertvolle Materialien, die wieder für neue Produkte verwendet werden können. Darauf soll die Beppener Anlage mit gezielter Trennung der angelieferten Abfallarten in verschiedenen Containern ausgerichtet werden. Eine vergleichbare Anlage hatten sich die Ausschussmitglieder am Nachmittag bereits in Hoya angesehen.

Mehrere Planungsvarianten denkbar

Die Abteilungsleiterin legte ihnen dann für Beppen mehrere Planungsvarianten vor. Dabei standen die Erreichbarkeit und Nutzung der Anlage und eine sinnvolle Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter im Vordergrund. Mit einer Rampe soll das Abladen der Wertstoffe vereinfacht werden.

„Eine sehr kundenfreundliche Planung“, fasste der Vorsitzende des Ausschusses, Carsten Puvogel (CDU), die Meinung des Gremiums zusammen. Welche Variante schließlich verwirklicht wird, wollten die Kreistagsabgeordneten im Ausschuss den Mitarbeitern überlassen. Nur eine billigere Lösung mit Treppen verwarfen sie.

So soll nach ihrem Willen eine der 1,6 Millionen Euro teuren Varianten verwirklicht werden. Das Geld stammt letztlich aus dem Haushalt der Abfallgebühren.

Eventuell muss Projekt noch verschoben werden

„Der Kreishaushalt ist nur berührt, weil die Ausgaben die Liquidität bedrohen“, hatte Wilhelm Hogrefe (CDU) erkannt. Die sei im kommenden Jahr wegen ausstehender Erstattungen noch nicht so üppig ausgestattet. Möglicherweise müsse man das Projekt deshalb noch etwas hinausschieben. Geplant war ursprünglich, eine Million Euro im kommenden Jahr zu verbauen und die restlichen 600.000 Euro im Jahr danach.

Von nennenswerten weiteren Änderungen in den Budgets ihres Fachbereichs hatte Leiterin Silke Brünn nichts zu berichten. Die Müllgebühren bleiben stabil. Allerdings seien zwei neue Stellen vorgesehen. Ein Mitarbeiter für die Energie-Agentur und ein weiterer für die Altlastensanierung im Bodenschutz.

Dem Haushaltsentwurf stimmten alle Ausschussmitglieder zu. - kle

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