Rat aber gegen Lankenau in Blender

Einstimmig für Induflex-Halle und Gülleanlage

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Da der Kindergarten nicht über ausreichend Fläche auf dem eigenen Grundstück verfügt, darf der angrenzende Sportplatz mit genutzt werden.

Blender - Da sage noch einer, Ratssitzungen zögen sich endlos hin: Gerade mal 20 Minuten brauchte der Blender Gemeinderat für den öffentlichen Teil am Donnerstagabend.

Zunächst gab es einen Wechsel. Für den nach Verden verzogenen Bernd Bösche übernimmt Reinhardt Gutjahr den Posten des Stellvertreters im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss und den des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden. Jens Lask ist jetzt Vize-Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

Einstimmig und ohne Diskussion erteilte der Rat dann seine Zustimmung zu zwei Bauvorhaben in der Gemeinde. Erstens zum Bau einer Werkhalle an der Alten Dorfstraße. Die Firma Induflex wolle sich hier erweitern, informierte Gemeindedirektor Harald Hesse. Zweitens gab es das Rats-Ja zum Bau einer Gülleverwertungsanlage außerhalb von Intschede. „Mit Gülle Strom zu erzeugen ist ein guter Nebeneffekt“, meinte Bürgermeister Rolf Thies.

Empfehlungen des Sozialausschusses folgte der Rat ebenfalls einstimmig: So wird im kommenden Kindergartenjahr eine Krippengruppe mit 15 Plätzen für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und mit einer Betreuungszeit von 8 bis 14 Uhr eingerichtet. Außerdem gibt es zwei Regelgruppen mit jeweils 25 Plätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren, die von 8 bis 12 Uhr betreut werden, eine Regelgruppe mit 25 Plätzen von 8 bis 14 Uhr und eine Gruppe für Grundschüler mit zwölf Plätzen und einer Betreuungszeit von 12.30 bis 15 Uhr. Und der Förderverein Waldkindergarten Adeliges Holz bekommt für ein Kind aus Blender einen monatlichen Personalkostenzuschuss von 180 Euro.

Im Gegensatz zu den anderen drei Mitgliedsgemeinden lehnte der Rat es ab, dass die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde, Bianca Lankenau, auch für Blender tätig wird. „Die Beauftragte sollte aus Blender selbst kommen“, begründete Holger Haßfeld (SPD) die Ablehnung. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Gerhard Winter, befürchtet weitere Kosten.

Bis auf Bürgermeister Thies – er enthielt sich – stimmten alle dagegen, dass Bianca Lankenau auch für Blender tätig wird.

Zur Kenntnis nahm der Rat, dass der Kindergarten den angrenzenden Sportplatz wie gehabt als Spielplatz nutzen darf – gemäß Absprache mit dem TSV Blender. Das ist im Pachtvertrag geregelt, der bis Ende 2022 läuft.

is

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