50 Meter Abstand: Kein Problem

Das Bauernhofeis darf nicht auf dem Grundstück verzehrt werden

Platz ohne Ende: Kristina Stöver zeigt auf den großen Garten, den die Genießer des Intscheder Bauernhofeises auch mit Abstand nicht nutzen dürfen –ebenso wie den Hof oder die angrenzende Wiese.
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Platz ohne Ende: Kristina Stöver zeigt auf den großen Garten, den die Genießer des Intscheder Bauernhofeises auch mit Abstand nicht nutzen dürfen –ebenso wie den Hof oder die angrenzende Wiese.

Intschede – Eigentlich freut sich Kristina Stöver auf die warmen Tage. Denn dann geht der Verkauf ihres Intscheder Bauernhof-Eises so richtig los. Traditionell herrscht meist schon am 1. Mai Hochbetrieb.

Das Geschäft ist durch die Sperrung des Intscheder Wehres sowieso schon gebeutelt und jetzt kommen auch noch die Corona-Beschränkungen dazu.

Zum Glück, dachte sich Kristina Stöver, gibt es ja auf meinem Grundstück, einem Bauernhof, mehr als genügend Auslauf und Abstandsmöglichkeiten. In fast alle Richtungen sind es jeweils so um die 100 Meter, ob über den Hof, durch den schön angelegten Garten oder auf der direkt angrenzenden Wiese. 50 sind ja eigentlich nur gefordert.

Aber Pustekuchen. Die Vorschriften machen der Geschäftsfrau einen Strich durch die Rechnung. Kristina Stöver: „Die 50 Meter Abstand gelten nur auf öffentlichem Grund – nicht auf meinem Areal. Da darf sich der Eiskäufer überhaupt nicht niederlassen, um seine Leckerei zu genießen – und sei der Abstand noch so groß.“

Und weiter: „Ich glaube, so ziemlich nirgends anderswo können die Hygieneregeln so gut eingehalten werden wie bei uns.“

Doch gegen die Paragrafen ist die 56-Jährige machtlos. Sie wird jetzt statt aus dem Laden aus einem mobilen Verkaufswagen heraus ihr Eis an den Mann (oder Frau und Kind) bringen. Der Wagen steht dann vor dem Grundstück an der Straße „An der Aue“ direkt vor ihrem Hof. Die Kunden müssen sich dann für den Eisgenuss 50 Meter von dieser Verkaufsstelle entfernen. Kristina Stöver: „Vielleicht zeichne ich kleine Spazierkurse durch den Ort aus – einen, der für drei Kugeln Eis reicht und einen für zwei.“

Denn durch den riesigen schönen Garten, die angrenzende Wiese oder den großen Hof dürfen Eisesser ja nicht schlendern – geschweige denn, sich hier irgendwo niederlassen. Damit auch keiner vom Verkaufsmobil an der Straße auf eine dieser Flächen durchschlüpft, müssen diese sogar abgesperrt werden. Kristina Stöver hofft, dass alle Gäste den neuen Standort akzeptieren.

Und wenn sich jemand doch nicht daran hält? „Dann drohen mir vierstellige Strafen“, erzählt Kristina Stöver. Außerdem, so erfuhr sie, könne man ja für solche Fälle eine Security einstellen.

„Das wäre für einen kleinen Eisladen doch wohl eine Nummer zu groß“, meint sie und hofft, dass die Kundschaft sich an die Regeln alten wird.  sp

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