40 Reiterinnen und Reiter dabei

Ist die Spur gelegt, beginnt die Hubertusjagd

Jagdliche Klänge
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Jagdliche Klänge der Bläser „Rallye Trompes des Landes“ erhöhen die Spannung.

Riede – Eine Jagdveranstaltung mit Tradition hat Reiter aus Norddeutschland am Sonntag in die Wesermarsch nach Thedinghausen geführt. Auf dem Hof Schlieme am Weserdeich in Riede versammelten sich gut 40 Reiterinnen und Reiter sowie 22 Hunde der Niedersachsenmeute, um eine Schleppjagd abzuhalten, die sogenannte Hubertusjagd. Die Strecke führte gut zwölf Kilometer über Grünland, zum Teil direkt an der Weser entlang. Seit 20 Jahren ist Dr. Matthias Röpke Jagdherr und hatte zu dieser seit sechs Jahrzehnten alten Traditionsveranstaltung eingeladen.

Auf einem Pferd in großer Gesellschaft hinter einer Hundemeute zu reiten, schaffe für alle Teilnehmer ein unvergessliches Naturerlebnis. Die moderne Schleppjagd habe nichts mehr mir der Hetzjagd auf lebendes Wild zu tun. „Tiere werden nicht erlegt“, sagt Röpke, der als Organisator im Namen des veranstaltenden Bremer Reitvereins die Teilnehmer willkommen hieß.

Bei der Schleppjagd reitet eine kleine Gruppe voraus und tropft künstlichen Lockstoff als Fährte auf den Boden. Die Hunde der Niedersachsenmeute, sogenannte Foxhounds, nehmen diese Spur auf. Reiter folgen mit ihren Pferden. Die Piköre (Hundeführer) halten die Hunde zusammen. Jagdliche Klänge der Bläser „Rallye Trompes des Landes“ erhöhten die Spannung. Das sehr zahlreich erschienene Publikum bestaunte nicht nur Ross und Reiter, sondern auch die Hundemeute. Nachdem sich die beiden Reiter mit dem übelriechenden Nass, den Lockstoff, auf den Weg gemacht hatten, blieb genug Zeit für die Besucher, sich auf den Weg zu einigen gut einsehbaren Hindernissen zu machen.

Natürliche Hindernisse fordern Ross und Reiter in der Wesermarsch.

Die Spur war gelegt, die Jagd begann. Das Feld war in drei Gruppen aufgeteilt: die Reiter, die alle Hindernisse übersprangen; die Nichtspringer sowie die Nachwuchsreiter, die bei Sprüngen Erfahrung sammeln wollten und den einen oder anderen schwierigen Sprung ausließen. Die Hunde ließen sich nicht von den Menschenmassen aus der Ruhe bringen – auch nicht von ihren Artgenossen, die an der Leine von Herrchen oder Frauchen das Spektakel mit Argusaugen beobachteten.

Die Niedersachsenmeute wartet darauf, die Spur aufnehmen zu können.

Zwischendurch gab es eine Verschnaufpause für die Schnüffelnasen. Der „Foxhound“ hat drei „Urväter“: Dem Windhund verdankt er die ausgezeichneten läuferischen Qualitäten, der Bulldogge die Kraft und Autorität, und vom Foxterrier hat er die Leidenschaft für die Jagd mitbekommen. Am Ende gab"s ein großes Halali, und ein Behälter mit Pansen wurde für die Hunde ausgekippt. Die Meute war jetzt nicht mehr zu halten: eine wahrlich verdiente Belohnung für die bellenden Vierbeiner. „Gute Arbeit“, attestierte Jagdherr Röpke, der sich mit den Jagdteilnehmern, nachdem die Pferde versorgt waren, zu einem Jagdessen traf.

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Am Ende der Veranstaltung wurden die Teilnehmer durch den Jagdherrn mit einem Eichenlaub belohnt.

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