Rektor Dell: Wir waren gemeinsam erfolgreich

2128 Tage Gudewill-Schulleben vorbei

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Einzeln wurden die Schülerinnen und Schüler zur Zeugnisübergabe auf die Bühne gerufen, bekamen zusätzlich eine Rose vom Schulleiter überreicht und nahmen klassenweise Platz

Thedinghausen - Genau 2128 Tage lagen zwischen Einschulung und Entlassung dieses Schülerjahrgangs der Gudewill-Schule, hatte Rektor Marcus Dell errechnet. Für einige seien es mit „Nachspielzeit“ allerdings 2945 Tage geworden, ergänzte er und erntete verständnisvolles Lachen in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula.

108 Mädchen und Jungen beendeten gestern ihre Schulzeit an dieser Oberschule mit gymnasialem Angebot. Es ist der erste Jahrgang. der tatsächlich die Oberschule voll durchlief und auch erstmals den Unterricht am Nachmittag kennenlernte. „In der Zeit davor war es hier in der Schule schon um 12.45 Uhr mucksmäuschenstill“, rief Dell allen in Erinnerung.

„Tolle Persönlichkeiten“

Er wies auf wichtige menschliche Werte hin, die ebenfalls an der Schule erfahren wurden und im weiteren Leben ebenfalls wichtig seien. In einem „ABC des Jahrgangs“ buchstabierte Dell dann mit Bezug auf die Fußballwelt von „Anpfiff“ bis „Zugänge“ auf humorvoll-nachdenkliche Weise Abschnitte und Bereiche der Schulzeit durch.

Auch den Eltern gratulierte er zum Schulabschluss ihrer Kinder und fasste zusammen: „Wir waren gemeinsam erfolgreich“. Allerdings stehe den Müttern und Vätern eine unruhige Zeit mit dem jetzt jugendlichen Nachwuchs bevor. Er hoffe, dass sie in der Erziehung eine gute Balance zwischen Spielraum gewähren und elterlicher Führung finden. Während der mündlichen Prüfungen habe er aber auch schon „tolle Persönlichkeiten“ erlebt, lobte Dell.

108 Absolventen

Bürgermeister Thomas Metz vertrat bei der Abschlussfeier Samtgemeindebürgermeister Hesse. Der war wegen der Abschlussfeier seines eigenen Sohnes verhindert. Metz erläuterte, dass „Schule“ vom ursprünglichen Wortsinn her laut Wikipedia „Freie Zeit“ und „Müßiggang“ bedeute, lange bevor sie mit „Lehranstalt“ gleichgesetzt wurde. Er wünschte den jetzt Verabschiedeten, „dass ihr euren Weg findet“, wobei er zuversichtlich sei bei der guten Ausbildung, die alle auch in Sachen Persönlichkeitsbildung an dieser Schule erfahren hätten.

Die Aula war auch bei dieser Entlassungsfeier natürlich wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.

Dana und Joana Bindzus lockerten mit Gesang und Gitarre die Entlassfeier zwischen den Wortbeiträgen auf.

Von den 108 Absolventen der Gudewillschule besuchen 47 jetzt berufsbildende Schulen. 25 wählten den Übergang zum Gymnasium und 36 beginnen eine Ausbildung.

Sieben Schüler erwarben den Hauptschulabschluss nach der 9., 12 den Hauptschulabschluss nach der 10. Klasse, 37 den Realschul- und 50 den erweiterten Realschulabschluss.

Lehrerin: Höchste Zeit, dass die „Vollzeitschule“ vorbei ist

Als beste Schüler des Jahrgangs wurden Justin Dominik Söllner aus der 10 b mit einem Notenschnitt von 1,87 und Pascal Hulak aus der 10 c mit dem gleichen Schnitt ausgezeichnet. Beste Schülerinnen sind Alina Jäger und Sophie Muche aus der 10 b mit einem Notenschnitt von 1,8.

Die Zeugnisübergabe erfolgte klassenweise auf der Bühne, bevor die Jahrgangssprecher Tikki Thöne und Merlin Göttle noch einige Abschiedsworte beisteuerten.

10 A-Klassenlehrerin Christiane Homburg hatte nach Aushändigen der Zeugnisse per Mikrofon eingeräumt, dass sie sich über Fragen der Arbeitseinstellung nie mit der Klasse habe einigen können, es aber ausschließlich positive Rückmeldungen über ihre Schüler aus Praktikumsbetrieben gegeben habe. Einige hätten Stellenzusagen, und es sei höchste Zeit, dass für sie die „Vollzeitschule“ nun vorbei ist. In dieser Zehnten sei immer viel los und sie auch gern Klassenlehrerin gewesen.

la

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