Buntes Programm für Spielzeit 2010/11

Theaterabo: Von Goethe bis Kabarett

Sabine Mandel (l.) und Kathrein Goldbach mit den Flyern für die Spielzeit 2010/11.

Verden - (ros) · So vielfältig wie sie nur sein kann, ist in der kommenden Saison die Auswahl des Verdener Theaterbeirats. Bereits seit elf Jahren haben Theaterfreunde die Möglichkeit, im Rahmen des Abonnements Karten für hochkarätige Gastspiele in der Verdener Stadthalle zu erwerben.

Inzwischen nutzten immer mehr Verdener das Angebot, mehrere Stücke im Jahr in der eigenen Stadt zu besuchen, freute sich gestern die Sprecherin des Theaterbeirats Kathrein Goldbach. Mit Sabine Mandel von der Stadt stellte sie das Programm vor, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Kino und Party machten dem Theater besonders bei Jugendlichen Konkurrenz. Gerade die zusätzlichen Stücke, die in den beiden vergangenen Jahren diese Altersgruppe ansprechen sollen, hätten nur sehr wenige Besucher gehabt und seien zum Teil abgesagt worden.

Doch auch in der nächsten Saison gibt es wieder Angebote insbesondere für Schüler der Oberstufe, wie zum Beispiel „Urfaust“ am 8. April. Leidenschaftlicher und wilder wirkt diese frühe Version von Goethes „Faust“, die in dessen Sturm- und Drangzeit entstand.

Mehr als 300 Jahre später entstanden und brandaktuell ist das am 7. Januar zu sehende Schauspiel „Die Grönholm-Methode“. Bewerber für einen Managerposten werden auf ihre Eignung getestet, wissen aber nicht, auf was, nämlich die Fähigkeit, andere zu betrügen, aber zugleich integer und einfühlsam zu wirken.

Saisonauftakt wird am 22. Oktober „Die kahle Sängerin“ von Eugène Ionesco sein. Es wurde als Ersatz für das Stück „Der Liebhaber“ ausgewählt. Oberflächliche Dialoge, banale Diskussionen und absurde Charaktere, die aneinander vorbeireden, bietet dieses Glanzstück des Absurden Theaters. Es enttarnt untereinander entfremdete Personen als austauschbar, vermittelt die Botschaft aber unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

Ebenso aktuell, weil zeitlos, ist am 20. Februar das Stück „Verbrennungen“, eine Familiengeschichte, die wohl an jedem Ort der Welt spielen könnte, solange Bürgerkriege eine traurige Realität sind. Auf Wunsch der verstorbenen Mutter macht sich ein Geschwisterpaar auf die Suche nach seinem Vater und auf die Suche nach der Wahrheit der eigenen Familiengeschichte.

Am 30. März erwartet die Verdener ein humoristischer Höhepunkt. „Kabarett muss dabei sein“, das hat Kathrein Goldbach gelernt und mit den anderen Mitgliedern des Theaterbeirats einen echten Star ins Programm geholt: Hagen Rether. Kaum jemand ist gleichzeitig so minimalistisch, so nachdenklich und so erhellend wie er. Plaudernd absolviert er seinen Auftritt und löffelt auch mal entspannt einen Joghurt.

Sicher ist schon jetzt, dass es schwer werden kann, kurzfristig eine Karte zu bekommen, ein Grund mehr, sich für ein Abonnement zu entschließen und das heimische Sofa mal wieder gegen einen Sitzplatz in der Verdener Stadthalle zu tauschen.

Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 14. Juni, in der Verdener Tourist-Information im Rathaus.

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